Archiv der Kategorie Design

Jan 29

Große Erwartungen – große Entäuschung
Bevor wir diesen Artikel beginnen, wollen wir doch klarstellen, das wir als Designer Fans von Apple sind. Nicht umsonst ziert unsere Seite ein Apple PowerBook. Und nicht umsonst haben wir das erste iPhone nach Europa gebracht in einer viralen Kampagne und in Zusammenarbeit mit Ebay für einen guten Zweck versteigert. Auch wir haben gewartet, uns gefreut und gehofft das Apple wieder einen so großen Wurf schafft wie das Apple iPone. Mann, wenn man daran denkt, wie cool es ist in einer Vorstandsbesprechung einen solchen, schönen Gegenstand aus der Tasche zu zaubern, wärend der Rest auf langweilige Tablets oder Netbooks schaut. Aber… die Entäuschung ist groß, ganz groß und es sieht so aus – als wenn das Slate von HP bei uns das Rennen machen wird. Kaum zu glauben… aber wahr.

Die Spannung bei Dreamland
Schon seit Monaten geht das so beim Mittagessen oder auf einen Latte in der Küche. “Wann kommt das neue Apple Tablet heraus? Welche Funktionen wird es wohl haben? Das iPhone ist so schön, hoffentlich zieht Apple dieses Design durch…” Ja, so klingt das bei uns und die Spannung ist groß. Dann, auf der großen Steve Jobs Präsentation am 27. Januar  in San Francisco um 19:15 hält Jobs das “iPad” in die Luft. “Whow, sieht aus wie ein iPod Touch – nett!” Doch nach einigen Minuten kommen so manchen die ersten Zweifel: “Wie, Flash Content wird nicht angezeigt?”, “Ehm, keim OSX?” und “Uh… kein Multitasking?” -  und so zieht sich die Liste der fort.

So wird das nichts…
Intern witzeln unsere Leute über den “iFlop” – und die Apple Fraction in unserer Agentur interessiert sich plötzlich für HP. Warum das so ist, fassen wir schnell in diesem Artikel zusammen:

  1. Der Name: “Ipad”
    Irgendwie haben wir den Eindruck, dass jemand in Sachen Marketing und Produktnamen seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Das Unternehmen Fujitsu brachte schon 2003 ein Telefon auf den Markt, welches diesen Namen für sich beansprucht. Der Rechtsstreit und die negative PR sind durch solche Schlampereien schon vorprogrammiert. Aber auch der Name  ist nicht gerade gut  für ein Device welches die Brücke zwischen Netbooks und iPhone schaffen soll. Die Macher von  Apple hätten sich besser ein bestimmtes Video von MAD TV angesehen, welches den Ausschlag für iTampon gab. Klicken Sie einfach auf den Link um in der Twitter Spehere den Begriff zu prüfen: iTamponWer würde schon mit einem Gerät arbeiten, bei dem jeder an einen Tampon denkt? Und dies passiert einem Unternehmen, dessen Werbetrailer Geschichte schrieben? Man denke nur an das Kultvideo 1984 – für den Apple Macintosh : We shall not obey! In einem Wort: Katastrophe!
  2. Kein Multitasking
    Betriebssysteme und Computer im Jahre 2010 besitzen in der Regel Features wie Multitasking, mit denen mehere Programme gleichzeitig ausgeführt werden können. Doch wie steht es um diese Fähigkeit beim neuen Apple Spitzenprodukt?  Fehlanzeige, gibt es nicht. Der neue Besitzer des iPad´s wird ins Jahr 1985 verbannt, in dem das Ausführen eines Programms ohne Absturz der Standard war.
  3. Keine Kammera
    Kopfschütteln, es gibt keine Kammera – Nada, Not a Zip, Zero, Null – nichts. Richtig gelesen, ein Multi Media Internet Gerät (zumidest erhebt es den Anspruch), mit dem man keine Videokonferenzen führen kann. Das wurde wohl auf dem Dienstweg zusammengebastelt.
  4. Kein OLED Display
    Ja, die Erwartungshaltung ist bei den Fans auch hier in der Agentur groß und man legt Wert auf Qualität, besonders dann – wenn der Apfel drauf ist. Das von Jobs gelobte hochauflösende Display ist kein OLED Display. Dies bedeutet perfekte und leuchtende Farben und die Möglichkeit das Gerät auch im freien nutzen zu können. Vermutlich ist die Technologie einfach nicht verwendet worden um den Preis des Produkts gering zu halten. Ein weiterer Punkt könnten die Akkulaufzeiten sein, die bei einem OLED Display deutlich geringer ausfallen würden.
  5. Kein HDMI
    Wer gerne eine Präsentation über HDMI über Beamer oder LED Display (TV) machen möchte, wird ebenfalls entäuscht sein.
  6. 4:3 anstelle von 16:9
    Wir lieben sie, die neue Generation von 16:9 Monitoren – aber wer ein solches Format vom iPad erwartet, der wird ebenso wie in Sachen Multitasking auf klassische Werte verwiesen.
  7. Riesige Adapter
    Von wegen einfach – wer seine Kammera (z.B. unsere Fotografen) an das neue Gerät anschliessen möchte, braucht einen sehr großen Adapter – der zum Konzept irgendwie nicht passt. So kann man gleich im Store nicht nur das neue iPad bestellen sondern die entsprechende Tasche dazu, in der man dann die gesammte Peripherie verstauen kann – incl. Keyboard für $70.
  8. Keyboard
    Eigentlich war das irgendwie anderst gedacht – aber es gibt ein Keyboard für das iPad für $70 zusätzlich zu kaufen, wenn man  damit arbeiten möchte.
  9. Kein Flash möglich
    Ja, man glaubt es nicht – aber das iPad ist nicht in der Lage Adobe Flash im Browser darzustellen oder zu verarbeiten. Vermutlich ist Flash aus unbekannten Gründen als Web Standard bei Apple noch nicht angekommen oder surfen die Entwickler im Internet von 1986, in dem Flash noch keine so große Bedeutung hatte. Okay, also keine Kammera, kein Multitasking, kein 16:9, kein Flash… wie geht das wohl noch weiter?
  10. Kompass “Ja!”, GPS “Nein!”
    Vielleicht wurde das iPad tatsächlich nicht als Multi Media Tablet für das Internet gebaut, sondern als Mousepad, Bilderrahmen oder Untersteller für Kaffetassen – denn es besitzt zwar einen Kompass aber kein GPS. Die Erwartungen der Fans lagen ganz sicher bei einem GPS und nicht auf einem elektronischen Kompass. Was soll das denn bitte Steve? Ist das Innovation? Wirklich?

Steve ist ein Zauberer die Börse liebt Apple
Kaum ist das neue Gadget mit all seinen Fehlern erschienen, schon schreibt Apple wieder schwarze Zahlen an der Börse. Steve ist und bleibt ein PR Zauberer, auch wenn das Produkt hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Fazit
Es kommen wesentlich bessere Geräte auf den Markt, die das iPad in vieler Hinsicht schlagen werden. Einer der Kanidaten wird das HP Slate oder das Lenovo Ideapad U1 Hybrid sein – welches wir in diesen Videos vorstellen:

Nov 07

In dieser kleinen Präsentation möchte ich nicht darauf eingehen wie man Fotos manipuliert, sondern vielmehr verdeutlichen, welchen Zweck eine solche Prozedur für Produkte und Abbildungen in Medien aller Art haben kann.

Mit dem Werben und Präsentieren von Produkten ist es oft wie bei uns Menschen: Sei es der erste Eindruck der alles weitere Entscheidet, oder auch die Liebe auf den ersten Blick, die dem Kunden das Produkt sofort unvergesslich ins’ Gedächtnis zaubert.

Mit der heutigen Technik und dem nötigen Know-how ist alles kein Problem. Seien es Felgen an einen Golf hinzuzaubern die auf dem Markt überhaupt nicht präsent sind oder in einer Grundstückaufnahme von Oben einen himmlisch blauen Pool in den Boden zu graben.

Nicht zu verachten sind Emotionale Werte: Viele Eindrücke und Emotionen – seien es noch so professionelle Aufnahmen – können beim Fotografieren verloren gehen. Viele Menschen haben eine eingeschränkte Vorstellungskraft und können ihre Fantasie nicht genug anregen.

Egal ob abgedruckte Modells oder Autos – Die Fältchen sind weg retuschiert, die Busen zurechtgerückt und der klare Lack, der ist aus einer anderen Welt.

Bevor ich den Artikel beende noch eine kleine Demonstration, dazu wähle ich eine schöne Immobilie.
Beim betrachten fällt mir sofort der Himmel auf – etwas Grau und drückend. Leider gab es Tagelang eben nur stürmisches Wetter – der Fotograf muss nehmen was Mutter Natur bietet.

Kein Problem, wir drehen die Zeit vor, und der Himmel ist wieder blau – denn blau macht uns glücklich. Und wer will schon Stromleitungen Neben seinem Haus – Einfach weg damit!

Das kann sich doch schon sehen lassen. Einige kleine Feinheiten und Korrekturen später drückt auch das starke blau des Himmels nicht mehr auf das Haus, und man Freut sich auf den kommenden Grillabend.

Ach, Ihnen fällt nach dem Bau noch ein das Sie doch lieber ein dunkleres – mehr Violettes Rot gehabt hätten? Aber passt das dann auch wirklich? Überzeugen Sie sich einfach vorher!

Voilà! Fehlt nur noch der Pool und die Garage und Solarplatten auf dem Dach und – ach – wo kommt eigentlich der Teich hin und die Schaukeln für die Kinder und…?

Dreamland / Marc Renninger

Nov 05

Der neue „PACIFICOkalender 2008“-Taschenkalender präsentiert sich in einem neon-orangen Outfit und enthält ein Bildteil welcher sich dem Thema Wasser widmet.

Die aus einem typografischen Blickwinkel betrachteten Elemente werden auf Doppelseiten zu vollkommenen Aussagen komplettiert.

Taschenkalender Pacifico

Wöchentlich erhält man mit einem neuen Duplex Druck Inspiration beim morgendlichen Kaffee und wird dazu angeregt sich schmunzelnd und auch intellektuell durch die Weltgeschichte zu bewegen.

Das Kunstwerk für die Sinne ist in Staffelpreisen erhältlich und kostet einzeln 9,50€. Mehr zum wässrigen und Alltags erleichternden Miniplaner gibt es bei Pacifico Grafik.

Dreamland / Marc Renninger

Okt 31

Seit einigen Jahren schon sind die Zeiten vorbei in denen Modellbauer Ihre Modelle per Hand mit Hammer und Meisel herstellen mussten. Große Unternehmen setzen schon seit einigen Jahren Drucker ein die diese Arbeit nicht unbedingt kostengünstiger, dafür aber um ein vielfaches präziser und schneller erledigen. Wer solch Druckprozesse im eigenen Unternehmen einführen möchte, hat bis dato mit Anschaffungspreisen im 5-6 stelligen Bereich zu leben. Das junge start-up Unternehmen Desktop Factory möchte dies nun auch für Privatanwender erschwinglich machen.

Ab dem Jahr 2008 können auch Amateure ihre Kreativität am 3D-Studio ausleben und ausdrucken. Zwar ist der schreibtischgerechte und 4995 US-Dollar teure Drucker mit 45 Kilogramm kein Federgewicht, doch überzeugt zum Beispiel eine Druckdichte von 0,25mm pro Druckschicht.

Wer nun kaum abwarten kann sein Hollywood Idol von allen Seiten auf dem heimischen Wohnzimmertisch zu betrachten, der hat schon jetzt die Möglichkeit auf eine Vorbestellung.

Doch wie wir es aus dem Digitalen Markt gewohnt sind könnte abwarten eine Möglichkeit sein bares Geld zu sparen. Schon in 4 Jahren soll der Preis auf unter 1000€ gefallen sein, so die New York Times.

Dreamland / Marc Renninger