Archiv der Kategorie Viral Marketing

Mrz 02

Werbeagentur sind eigentlich für Kreativität bekannt und manche für keine
Im November des Jahres 2010 demonstrierten viele Menschen gegen die Castor Transporte, mit edelen Zielen. Leider gab es unter den Castor-Demonstranten eine spezielle Gruppe, die irgendwie nicht ganz ins Bild passte. Diese enthüllte vor den verblüfften Castor-Demonstranten ein Banner mit der Aufschrift: “Stoppt teure Transporte! Mietet Van&Truck von Sixt!”. Whow, war das kreativ – so kreativ, daß viele Web 2.0 Experten, darunter auch Felix Holzapfel (Verfasser von Facebook – Marketing unter Freunden) sich schon in einem Interview fragen mussten: “War das wirklich gutes Viral-Marketing?” Nein, mit Sicherheit nicht – denn es hat den schalen Geschmack von “Hauptsache auffallen – egal wie peinlich die Aktion ist”. Viele haben sich gefragt: “Sind die sich eigentlich für nichts mehr zu schade? Ist es ehrenvoller als Klavierspieler in einem Bordell zu arbeiten als in einer Werbeagentur?”

Logisch das die Aktion auch in der Blog-Sphere für einige Beiträge sorgte. Besonders interessant war der Beitrag der  Blog Rebellen, die diese Aktion nicht für “gut” befunden hatten. In jedem Falle aber hatte es die Werbeagentur geschafft ihren Kunden “Sixt” mit einer niveaulosen Aktion in die Medien zu bekommen – Glückwunsch oder wie es einer der Kommentatoren in den Blogs verfasste: “Gute virale Werbung ist etwas anderes…”.

Für jeden Topf gibt es den passenden Deckel
Vor einigen Monaten geisterte ein “Viral-Video” durch das Internet, welches auf das neue Angebot der BILD auf dem iPad aufmerksam machen sollte. Auch diesmal hatte es den viralen Effekt verfehlt, denn die Mehrheit redete nicht darüber. Es hatte schnell den Titel: “Dittsche — Die geheime Folge mit BILD-Chef Kai Diekmann” erhalten, wobei geheim bei ca. 80.000 Views weit unter den möglichen Reichweiten eines guten VM´s zu sehen ist. Davon mal abgesehen: Eine Zeitschrift wie der Stern, Focus, Capital, IX, Chip oder Spiegel auf den iPad – kein Problem, aber die Leser der BILD Zeitung? Überschriften wie: „Gute Journalisten erklären digitalen Müll“: Bild-App kommt auf das iPad – waren die harmlosesten. Ebenso haben wir uns gefragt, wie es die BILD schaffen würde, gewisse “nackte Tatsachen” durch die Zensur von Apple zu bekommen, die bekanntermaßen sehr konservativ solchen “Aufmachern” gegenübersteht.

Wenn wir schon im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten sind und bei den Medien, können wir auch hier gewisse Trends feststellen: Medien die nicht neutral sind – sondern Position beziehen, also offen für eine Seite Partei ergreifen. Auch die BILD schwimmt nun auf dieser Schiene, in der eine Zeitung nicht neutral ist – sondern “Stellung” bezieht – auch politisch. Das Ergebniss ist ein Bashing, also der direkte Schlagabtausch zwischen den Zeitungen. So wundert es auch nicht, dass der Spiegel in einer Ausgabe die Bild als “Brandstifter” bezeichnet. Bereits jetzt sind die ersten kritischen Beiträge zu diesem Artikel im Netz. Eines ist klar, das Image ist angeschlagen und muß in der Öffentlichkeit neu aufpoliert werden. So wurde die Werbeagentur JVM beauftragt, das Image der BILD zu verbessern. Die Idee: Man nehme prominente Zeitgeister, frage diese nach Ihrer Meinung. Die BILD darf im Anschluss und nach Spende eines Obolusses den entsprechenden Artikel als Werbeanzeige unter dem Slogan: “Bild Dir Deine Meinung!” nutzen.

Als erstes haben wir wieder das Problem der Zielgruppe und damit der Leser. Nicht jeder liest die BILD oder will sich vor den PR-Karren spannen lassen. Also dachte sich die Agentur: “Hey, wir fragen die Band – Wir sind Helden! Die sind populär, haben das gewisse Image und würden so prima in die Kampagne passen!”. Offensichtlich kennt bei JVM niemand die Songs “Denkmal”, “Die Reklamation” oder gar “Guten Tag” – und dies erklärt vermutlich einiges. Wer kam auf die Idee, dass sich die Band für eine Image-Kampagne der Bild einsetzen würde? Die Reaktion blieb  auf die Anfrage der Werbeagentur nicht aus.

Judith Holofernes, die Leadsängerin von ”Wir sind Helden” richtete einen offenen Brief an die Werbeagentur – der ebenso auf der Homepage der Band veröffentlicht wurde.

Hier der ein Auszug aus dem Inhalt:

DIE ANT­WORT

Liebe Wer­be­agen­tur Jung von Matt,

bzgl. Eurer An­fra­ge, ob wir bei der ak­tu­el­len Bild -​Kam­pa­gne mit­ma­chen wol­len:

Ich glaub, es hackt.

Die lau­fen­de Pla­kat -​Ak­ti­on der Bild -​Zei­tung mit so­ge­nann­ten Testi­mo­ni­als, also ir­gend­wel­chem kom­men­tie­ren­dem Ge­seie­re (Auch kri­ti­schem! Hört, hört!) von so­ge­nann­ten Pro­mi­nen­ten (auch Kri­ti­schen! Oho!) ist das Per­fi­des­te, was mir seit lan­ger Zeit un­ter­ge­kom­men ist. Will hei­ßen: nach Euren Maß­stä­ben si­cher eine ge­lun­ge­ne Ak­ti­on.

Sel­ten hat eine Wer­be­kam­pa­gne so ge­schickt mit der Dumm­heit auf allen Sei­ten ge­spielt.

[...]

Die BILD -​Zei­tung ist kein au­gen­zwin­kernd zu be­trach­ten­des Trash -​Kul­tur­gut und kein harm­lo­ses “Guil­ty Plea­su­re” für wohl­fri­sier­te Auf­stre­ber, keine wit­zi­ge so­zia­le Re­fe­renz und kein Li­fes­tyle -​Zi­tat. Und schon gar nicht ist die Bild -​Zei­tung das, als was ihr sie ver­kau­fen wollt: Hass­ge­lieb­tes, aber wei­test­ge­hend harm­lo­ses In­ven­tar eines ei­gent­lich viel schlaue­ren Deutsch­lands.

Die Bild­zei­tung ist ein ge­fähr­li­ches po­li­ti­sches In­stru­ment – nicht nur ein stark ver­grö­ßern­des Fern­rohr in den Ab­grund, son­dern ein bös­ar­ti­ges Wesen, das Deutsch­land nicht be­schreibt, son­dern macht. Mit einer Agen­da.

In der Ge­fahr, dass ich mich wie­der­ho­le: ich glaub es hackt.

Mit höf­li­chen Grü­ßen,
Ju­dith Ho­lo­fer­nes

Was für ein geiler Brief – ohne Umwege an die Werbeagentur JVM und die Bild! Aber wie beinahe schon zu erwarten war – die Rechnung wurde ohne den Wirt gemacht. Dieser Wirt hat eine eigene Vorstellung von Kampagnen, die wir bereits  aus der Castor-Werbekampagne kennen: Keine Ethik, auffallen um jeden Preis und eher peinlich – zwischen Client und Agentur stimmt die Chemie.

Der Brief von Judith Holofernes wird nun als ganzseitige Werbeanzeige in einer großen Tageszeitung verwendet, was nicht die Intention der Band gewesen sein dürfte. Gute Werbung und vor allem virale funktioniert anders: Innovativ, Lustig oder anspruchsvoll. Ein gutes Beispiel für virales Marketing oder Guerilla Marketing ist der “Todesstern auf schwäbisch”. Mit 3.000.000 aufrufen hat er jede Schallmauer im Bereich der Aufrufe und den Medien durchbrochen und ist bekannter als das Video der Bild.

Wenn die Katze von der Maus gefressen wird…
Übrigens, mal davon abgesehen passt die Anfrage von JVM und die Reaktion von “Wir sind Helden” wunderbar in eine eigene virale Kampagne, die das Image der Band unterstreicht und mit dem Zusammenbruch des Fanseitenservers ihr Ziel erreicht hat. Die Frage ist: Wer ist die Katze und wer ist die Maus? Hat die Maus die Katze gefressen? Wir glauben schon ;-)

Jun 17

Die blonden Mädels mit dem knappen Outfitt
Die wohl schönste Werbung in Sachen Fußballweltmeisterschaft wurde nun durch den Verband der FIFA verboten – wegen Schleichwerbung. Eine Werbeagentur einer niederländischen Brauerei hatte die geniale Idee, einige wohl proportionierte niederländische Mädels als sexy Werbebotschafter einzusetzen. In ihren knappen Outfitts leisteten diese eine wohl so überzeugende Werbearbeit, daß die Zuschauer wohl mehr die hübschen weiblichen Fans betrachteten als das Spiel der südafrikanischen Elf.

Verhaftet wegen Schleichwerbung
Schönes ist eben leider auch vergänglich – wie schon die Dichter wussten. So wurden die die Mädels von den Ordnungskräften des Weltfußballverbandes verhaftet und nach Presseangaben bis zu 3 Stunden verhört. Einige der Mädels haben diese Prozedur lt. Pressemedlungen nur “schwer” verkraftet. Die Niederländerinnen sollen für diese Guerilla Marketing Aktion bestens trainiert worden sein, lt. einem Sprecher der FIFA. Es sei “unverantwortlich”  eine entsprechende Aktion mit Zitat: “unschuldigen, jungen Mädchen” durchgeführt zu haben.

Der Fifa Mediendirektor Cicolas Maingot bestätigte, daß die Angelegenheit nun von der Justiz untersucht würde. Nach neusten Erkenntnissen wurden zwei der “Drahtzieherinnen” von der Polizei verhaftet, die die Mädchen “angeheuert” haben. Diesen droht nun eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten. Die niederländische Botschaft bezeichnete die Festnahme der zwei Frauen als “unangemessen und nicht korrekt”.

Werbeagentur: Mission accomplished!
Da nun “die ganze Welt” über den Vorfall mit den jungen Damen spricht sowie über  das Vorgehen der FIFA (die scheinbar ein Monopol auf die Farbe “Orange” besitzt), ist die Brauerei bekannt geworden und hat die Symphatien auf ihrer Seite. Natürlich geht es um die Wahrung der Rechte des offiziellen Sponsors die US-Biermarke Budweiser die alleine für diesen Bereich autorisiert ist, doch ist das Vorgehen gegen diese Form des Pirate Marketings zu hart gewesen.

Randbemerkung:

Schade, daß die Damen als Augenweide nicht mehr vorhanden sind. Beim Spiel der Südafrikanischen Fußballmannschaft und dem penetranten Lärm durch die Vuvuzela Tröten war dies eine willkommene Abwechslung. Übrigens, wussten Sie eigentlich das die Vuvuzelas in früheren Zeiten eingesetzt wurden, um einen angreifenden Feind in Angst und Schrecken zu versetzen?

Mrz 17

Twitter und Web 2.0
Wenn man Tools & Communitys im Bereich Web 2.0 aufzählt, so darf ein Name auf keinen Fall fehlen Twitter. Auch wenn manchmal der Sinn von Twitter hinterfragt werden muss, so wird das Tool fleisig von vielen Internetusern verwendet. Die wenigsten davon nutzen Twitter ernsthaft für den Bereich Kommunikaton sondern als Marketingwerkzeug. Wo User sind, dort sind auch die Werber unterwegs und bei Twitter sind es hauptsächlich SPAMBots, die den Usern das Leben schwer machen.

Businessplan und Web 2.0
Wenn ein Entwickler eine tolle Idee hat, ist der Businessplan etwas – das erst später gemacht wird. Und an genau diesem Modell scheitern viele interessante Projekte. Die Kurznachrichtendienst Twitter ist hier keine Ausnahme. Zwar wurde schon versucht den Weg der Werbeanzeigen zu gehen, jedoch nur mit geringem Erfolg. Nun hat sich Twitter-Cheff Evan Williams etwas neues überlegt, was die Kuh vom Eis holen soll.

Wir wollen Geld verdienen mit viralem Marketing
Potzblitz, was waren wir überrascht, als Twitter-Chef Evan Williams  die Bühne im Austin Convention Center betreten hatte und verkündete, es gibt nun ein Geschäftsmodell. Man nehme zum Start einige der “Big Shots” wie YouTube, Bing, Ebay, die “New York Times”, Yahoo! und Amazon und bietet den Usern der Präsenzen einen integrierten Twitterdienst. Dieser Twitterdienst ist einfach einzubinden und wird die entsprechenden Präsenzen um Twitter erweitern. Doch wie genau sieht nun das Geschäftsmodell aus? Es liegt auf den Schultern der User.

Diese können dann Infos über die neusten Videos (Youtube) oder ihre persönlichen Kauferlebnisse und Endeckungen (Amazon) via Kurznachrichtendienst im Netz weiterverbreiten. Meldungen wie “Gerd25: Hey, iPhone Zubehör jetzt um 30% reduziert auf Amazon!” oder “Neustes Skandalvideo von Max Mustermann” tragen sicher zur Steigerung der Qualität des Dienstes bei.

Schöne neue Twitter Welt
Für Werbeagenturen ist es nichts neues, in Twitter via Seeding Infos zu spreaden. Alte Ideen in neuem Gewändern? Es scheint wohl so zu sein, denn alle Beteiligten finden zwar die Idee gut, aber niemand weiß, welche Kaufanreize damit geschaffen werden sollen. Eines dürfte jedoch nach der Umsetzung sicher sein. Die Qualität in Twitter wird weiter sinken und es wird weiter viele neue Dienste geben, die ambitionierte Twitter User von diesen Tweets befreien.


Feb 19

Die Werbung braucht Helden – wir haben Sie im Programm
Virales Marketing im Internet, setzt auf eine Information die von Internetusern innerhalb des Netzes weiter transportiert wird. Hierbei spielt die Idee eine große Rolle, in der eine Werbebotschaft versteckt ist. Auch wir haben Helden, die mit Kreativität und Innovation unsere Clients beeindrucken. Einen unserer Helden, wollen wir Ihnen heute vorstellen.

marcusundpeter

Wussten Sie eigentlich, dass das erste iPhone in Europa von Dreamland stammte und in einer sehr erfolgreichen Kampagne in den Blogs beworben wurde?
Auf dem oberen Bild sehen Sie unsere Helden, Peter Suttner und Marcus Fache. Im Jahr 2007 stellten diese einen neuen Rekord in Sachen virales Marketing in Verbindung mit SEO auf. Hierbei wurde in eine virale Kampagne gestartet, in der ein iPhone Freak von den beiden Geschäftsführern nach Orlando geschickt wurde, um das erste iPhone zu kaufen. Alle seine Aktionen sollte dieser mit einer Handy Cam filmen, ähnlich dem Blair Witch Project – nur ohne Hexe. So machte sich dieser auf die Reise nach Orlando USA und filmte seine persönlichen Eindrücke. Gleichzeitig wurden diese an die Agentur gesendet, die diese als virales Video aufbereitete. Dieses Video wurde auf verschiedene Video Portale gepostet und in der Blog-Sphere vernetzt. So folgten tausende von Apple Freunden und iPhone Interessenten den Podcasts des “Cracy German”. Diesen Namen verliehen die amerikanischen Medien unserem Beauftragten, den diese beim Kauf des iPhones schon morgens vor dem Store mit einem Kamerateam begrüßten. Tatsächlich war unser Mann in USA der erste Europäer, der ein iPhone erworben hatte. Die Medien berichteten über den “Cracy German” – von den Nachrichtensendern, New York Financial Times bis zu Süddeutschen Zeitung oder Lokalpresse war alles vertreten.

Das Gerät wurde im Anschluss in einer Kooperation mit Ebay für das Kinder Hilfswerk für den guten Zweck versteigert (65.000 Auktionsverfolger). Der Lohn für so viel Mühe – Platz 1 in Google bei 165.000.000 Suchergebnissen unter iPhone. Unserem Dank gilt dem kompetenten SEO Team, PR, Bloggern – dem ganzem Team aus Freiwilligen und Helfern.

Unser Lohn – Kunden die Ihre Leadagentur fragten: “Welche Werbeagentur ist so clever? Wer hat das gemacht? Genial! Kann unsere Agentur das auch?” Schon bald klingelten unsere Telefone, mit der Frage ob wir für die eine oder andere Lead Agentur arbeiten könnten. Können wir – machen wir auch.

Können wir auch für Sie – einfach das Kontaktformular ausfüllen und los!

Jan 30

Das Bundesheer Dein Freund und Helfer
Vor kurzer Zeit veröffentlichte das Bundesheer in Österreich einen Spot, der für neue Rektruten werben sollte – aber wohl nicht ganz “politisch korrekt” war. Auf Veranlassung des österreichischen Verteidigungsministers Norbert Darabos hat das Bundesheer den Werbespot nun wieder von der Website entfernen müssen.

Die Geschichte des Spots ist schnell erzählt:
Ein kahl geschorener Kerl sitzt in einem Sportflitzer um den sich vier junge, attraktive Frauen versammelt haben. Vermutlich sind nach Marketingumfragen kahlgeschorene Herren mit poliertem Sportflitzer für Fauen aus Österreich besonders attarktiv. Woher die Daten kommen – wir wissen es nicht. Auf jeden Fall fährt im Anschluss ein Panzer vor, aus dem ein Soldat des Bundesheers aussteigt. Mit seiner Hand fährt er über das “Geschütz” des Panzers (Anführungszeichen sind jetzt Absicht) und frägt die Damen, ob diese eine “Spritztour” machen möchten. Okay, okay… über diesen Spot würde sich Sigmund Freud, Salvadore Dali (Gala – The Tiger) mit Sicherheit freuen, denn so viel Methapher und ungesagte Aussagen, lassen jeden Sportflitzer, Glatze oder  Löwenfell (Siehe Caveman) verblassen.

Am Schluß des Spots erscheint die Aussage: “Das österreichische Bundesheer bietet einmalige Chancen für die Jugend ab 18. Alles andere ist Alltag.”

Wie peinlich ist das denn?
“Einmalige Chancen für die Jugend ab 18. Alles andere ist Alltag.” Das Ansehen des Bundesheers steht mit einer solchem Spot ganz klar auf dem Spiel. Hierbei handelt es sich nicht um ein “Produkt” sondern um eine “Marke” die Werte verkörpert für die Menschen in Österreich. Werte sind in unserer Gesellschaft sehr wichtig und besonders für Soldaten. Sexistische Werbespots haben hier keinen Platz und sind unter dem Niveau der Truppe. Als Agentur muss man bei einem Kunden wie dem Bundesheer mehr politisches Feingefühl in den Topf Werfen, das kann man erwarten.

Aber, der Spot wurde einfach falsch verstanden! Wir klären auf!
Eigentlich sollte der Spot für Zocker Nerds geschaltet werden, die Vertonung war nur falsch. Es sollte mit dem Klischee der langweiligen Nerds aufgeräumt werden. Die Storry ist packend und schnell erzählt. Die meisten Mädels stehen nicht auf Typen, die die meiste Zeit vor dem Rechner zubringen und Americas Army, Armed Assault, Operation Flashpoint, Counter Strike, Call of Duty – Modern Warfare 2, Battle Zone 2 und ähnliche Taktikshooter spielen. Also haben diese Ihre Jungs vor dem Rechner sitzen lassen und kamen auf die Idee mit Vorstadt Kalle in seiner Zauberkutsche eine Runde zu drehen. Im letzten Moment, in dem Vorstadt Kalle seine finsteren Pläne verwirklichen kann, taucht aus dem Nebel ein Schützenpanzer auf (Hintergrundmusik: Richard Wagner Ritt der Walküre) Die Nerds überraschen die Mädels mit dem Schützenpanzer des Bundesheers, den diese freundlicherweise ihrem Gameclan ausgeliehen haben. Total begeistert über so viel Kreativität und die verlockende Aussicht auf ein interessantes Picknick im Grünen, verlassen diese fluchtartig Vorstadt Kalle – der einsehen muss, das Nerds auch Ideen haben können.

Jan 27
CEO Werbeagentur Dreamland - Peter Suttner

CEO Werbeagentur Dreamland - Peter Suttner

Internet- und Suchmaschinenmarketing
Das Internet setzt seinen Siegeszug durch die Medien weiter erfolgreich fort. Gleichzeitig nimmt die Dominanz der Suchmaschinen im Internet weiter zu, insbesondere die des amerikanischen Unternehmens Google Inc. Jedoch entstehen durch die Beliebtheit der Suchmaschine, sowie die Einführung von neuen “Segnungen” nicht nur Vorteile für das Netz.

Der Kampf im Netz um die TOP 30 in den organischen Suchergebnissen ist schon lange in vollem Gange, besonders unter den hart umkämpften Suchbegriffen. Ein normales Unternehmen oder eine Einzelperson besitzt so gut wie keine Chance auf eine gute Suchmaschinenpositionierung, auch wenn Qualität und Leistungen die Mitbewerber übertreffen.

Peter Suttner vermittelt in seinem 30 Minuten Vortrag auf der Didacta 2010 kompaktes Wissen in Sachen Suchmaschinen, Möglichkeiten und Chancen der Vermarktung und Positionierung für Entscheider und Trainer.

Anmeldung_VA

Themen des Vortags:

  • Vorstellung
  • Internetmarketing 2010 – Trendspotting
  • Suchmaschinen
  • Wohin geht die Reise?
  • Sharktank – Regeln
  • Möglichkeiten für Unternehmen
  • Ausblicke
  • Fragen & Antworten

logo_messeWerbeagentur Dreamland
Peter Suttner – Fachreferent Internet Marketing
19. März 2010 – Konferenzraum 3 -
Congresscentrum Ost – Block B – 14:00 Uhr

Links:
Didacta 2010 – Fachmesse für Bildung
Anmeldung und Übersicht Vorträge am 19. März 2010

Okt 12

Die Blogger – eine wichtige Instanz und Spezies des Internets die geschützt werden muss
Eine wichtige Spezies die das WEB 2.0 hervorgebracht hat, sind die Blogger. Wenn Sie jetzt an Jim Hendson und den Creature Shop denken, sind Sie nicht ganz richtig. Bei dieser besonders schützenswerten Spezies handelt es sich nämlich um ganz normale Mit(user)bürger, die in ihren digitalen Tagebüchern über vollkommen unterschiedliche Themen aus Wirtschaft, Politik, Soziales oder Technik berichten. Die Blogger sind im Netz eine sehr wichtige Institution der freien Meinungsbildung. Auch Ihre Aktionen sind in der Zwischenzeit legendär geworden und füllen mittlerweile auch die Seiten der klassischen Presse.

Blogger die sich für Geld anbieten
Wie mit allen Menschen die einen öffentlichen Bekanntheitsgrad erreichen, werden diese früher oder später auch von kommerziellen Vertretern aus Industrie und Werbung angesprochen, um Werbung für ein Produkt oder eine bestimmte Sache zu machen. So gibt es auch Blogs, die gezielte Artikel gegen Geld für einen bekannten oder unbekannten Auftraggeber schreiben. Auch gibt es in der Zwischenzeit Unternehmen, die solchen Bloggern anbieten, ihr Blog für einen bestimmten Betrag zu prostituieren. Solche Blogs werden in der Blogger Szene gemieden und auch Google starft diese Blogs ab durch Rankingverlusst. Doch das Geschäft geht munter weiter, zu den Lasten der Leser dieser Blogs, die kaum erkennen können ob der Artikel die ehrliche Meinung des Autors ist – oder ein gekauftes Statement. Nun soll endlich Schluss mit dieser Form des Marketings sein – und wir von Dreamland begrüßen dies sehr.

Der Leser ist der Dumme
Die Zeche des PR Artikels, der in der “Ich” Form durch den Blogbetreiber verfasst wurde, zahlt der Leser des Blogs. Diesem wird “Schleichwerbung” als Eigenmeinung verkauft. Diese Form des Internet Marketing hat nichts mit guter Werbung im Internet zu tun und schon gar nicht mit der Arbeit professioneller Agenturen. Meistens sind es Unternehmen, die die Arbeit der kreativen Köpfe nicht schätzen und auch nicht vor Plagiaten der Konzepte zurückschrecken. Um diesem Treiben ein Ende zu bereiten, ist noch dieses Jahr eine Netiquette geplant, die auf einem Verhaltensindex basiert und ganz neue Möglichkeiten öffnet. Möglichkeiten, die den Auftraggebern und Auftragnehmern nicht unbedingt gefallen werden…

Schleichwerbung an den öffentlichen Pranger
Nach bisherigen Plänen wird das unter anderem von Alexander Güttler, Präsident der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA), erarbeitete Regelwerk bis zum Jahreswechsel stehen. Neben Bloggern soll es dann auch für PR-Agenturen, soziale Netzwerke und Unternehmen gelten. Ziel sei ‘eine Standesorganisation, die den Finger in die Wunde legt und negative Fälle mithilfe der Medien öffentlich macht’, so Güttler in der Wirtschaftswoche.

Spitze Steine, stumpfe Steine, runde Steine
Dies alles erinnert uns irgendwie an die berühmte Szene aus “Das Leben des Brian”, in dem eine öffentliche Steinigung stattfindet. Wo soll das alles noch hinführen? Es gibt sicherlich auch andere Lösungen, bei denen den Protagonisten diese Form der Aufmerksamkeit erspart bleibt. Nun, wie uns schon Brian lehrt – sowas, kann auch ganz böse nach hinten los gehen.

Mai 26

Virales Web 2.0 Marketing will verstanden sein
Ein bekannte Telefongesellschaft gibt einen Spot für die üblichen Verdächtigen der One-Way-Kommunikation in Auftrag. Die Zielgruppe ist die Generation Internet – in den Köpfen der Strategien Leute ab Jahrgang 80. Wie peinlich ein solcher Spot werden kann, wenn man mit rudimentärem Wissen über ein Medium arbeitet – sieht man an der wohlverdienten Kritik und Hähme des Netzes.

Die Protagonisten

  • Pseydo Parkour / Free Runner die von Hochhäuser hüpfen und sich selbst dabei filmen
  • Leute die mit einen Technikspielzeug irgendwelche “coolen” Dinge tun und dämlich grinzen
  • Eine Mutter die in einem Flog die neuen Artikel des Mobilfunkanbieters als toll und cool anpreist
  • Ein Sympathieträger und “Internetspezialist” der vor 10 Jahren vermutlich nicht wusste wie das Wort Internet buchstabiert wird

Kann man tatsächlich so – pardon – “dämlich” sein und an eine solche Kampagne glauben?

Ja es gibt sie noch tatsächlich – die Leute die der Meinung sind, das junge, kreative Leute die vom Dach eines Hochhauses hüpfen, sich selbst fotografieren mit einem “Web 2.0 Handy” – die Blogsphere darstellen. Nein, es kommt noch besser. Es soll sogar Werber geben, die der Meinung sind, das Leute mit einem Irokesenschnitt die vom Internet so viel Ahnung haben wie ein Stück Brot von Quantenmechanik, das “Netz” darstellen. Eigenwerber in Sachen Internet, die sich gegen Internetsperren stark machen und gleichzeitig für ein Unternehmen werben, welches sich mit von der Leyen auf das kooperative Filtern geeinigt hatte.

Frage: Vielleicht sollten diese Leute erst mal den “Internet Führerschein” machen, bevor diese eine Werbekampagnen streuen.