Archiv der Kategorie Werbeagentur

Nov 02

Social Media Marketing – Prolog
Warum funktioniert Social Media eigentlich nur “bedingt” in Unternehmen? Grundsätzlich ist Social Media Marketing eine gutes Marketingwerkzeug – wenn die Strategie stimmt. Doch wie sieht die Realität aus? Warum werden oft Werbebudgets buchstäblich verbrannt ohne großen Nutzen aus dem Medium zu ziehen?  Man kann hier viel schreiben, sehr viel. Jedoch ist es manchmal besser einen Inhalt zu vermitteln durch ein fiktives Bespiel, bei dem alle Personen frei erfunden sind. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen, insolventen Unternehmen sind rein zufällig.

Marketing – reine Chefsache
Willkommen bei Schimpel und Schröder, ein mittelständisches Unternehmen aus dem Bereich Automotive. Die beiden Inhaber Robert Schimpel und Manfred Schröder unterhalten sich über einen Mitbewerber, welcher im IHK Magazin für seine Web 2.0 Strategie ausgezeichnet wurde. “Vorbildlich, verbesserte Kundenbindung und Innovation!”, liest Schröder aus dem Beitrag vor. Schröder ist etwas angespannt. Ausgerechnet Otto Holzapfel wurde mit seinem Unternehmen ausgezeichnet, der letztes Jahr eines der Patente von Schimpel und Schröder verletzte. Er kratzt sich am Kopf und blickt auf das grinsende Gesicht von Otto Holzapfel im IHK Magazin. “Ich frage mich gerade, was machen wir eigentlich in diesem Web 2.0? Robert, was macht die Müller da überhaupt? Sind wir da überhaupt drin?” “Keine Ahnung!”, gibt Herr Schimpel zu Protokoll. “Was kostet sowas?”, fügt er dann noch dazu. “Tja, das werden wir wohl bald erfahren. Ich geh mal runter zu Frau Müller. Ich spreche mal mit unserer Abteilung.” “Gut!” meint Schimpel. “Gib mir ein Update wie die das sehen.”

Wenig später ist Herr Schröder im Konferenzraum mit Frau Müller und Paul Bollmann. Herr Schröder sagt: “Wir müssen etwas tun, alle machen das!” Dabei geht ihm das Grinsen von Otto Holzapfel nicht aus dem Kopf. Die Marketingleitung meint dazu: “Unsere Business to Customer Relations können wir massiv verbessern. Die User Experience zum Produkt steigern und binden, auf Du und Du mit dem Kunden. Produktidentifikation in dessen Social Media Usernetwork – ja, das ist das was ich schon immer gesagt habe!”, meint Fau Müller vom Marketing.  Und dann fügt sich noch dazu: “Diese Presseartikel, die wir jeden Monat über den Presseverteiler raus lassen, liest sowieso niemand. Ist doch total Web 1.0! Herr Bollmann, was meinen Sie?” “Also, ich habe im Moment dazu keine genauen Daten, aber Ihr Vorschlag Frau Müller ist wie immer sehr innovativ.” Frau Müller fühlt sich bestätigt. “Herr Bollmann, machen Sie doch bitte einen Termin mit dem Herrn Radzek von Radzek und Partner. Die haben damals auch unsere Webseite gemacht.”, sagt Frau Müller und lächelt Bollmann an. “Gut, meint Bollmann – ist schon notiert.” “Mensch Bollmann, wann kaufen Sie sich eigentlich mal ein iPad. Sie immer mit Ihrem Taschenkalender. Ich plan das mal bei der nächsten Besprechung mit unserem Chef ein.”, zwitschert Müller. “Ehm, ja – danke.”, meint Bollmann und ist ein wenig verärgert, weil er kein iPad haben will.

Das Meeting – Innovationen
Zwei Wochen sind nun vorbei und nun sitzen sitzen Frau Müller, Herr Bollmann, Herr Peter Radzek und Maik Heuberger im Konferenzraum von Schimpel und Schröder. Nach dem alle einen Platz gefunden haben, ausreichend mit Wasser oder Kaffee versorgt wurden, gibt Frau Müller ein Review des letzten GF Meetings. Herr Radzek folgt angespannt den News von Frau Müller. Offensichtlich ist man mit dem klassischen Marketing soweit zufrieden und möchte nun ein neues Medium eröffnen. Erleichterung macht sich bei Radzek breit. Müller führt nun ihre neuen Ideen aus in einer Power Point Präsentation. ”Wir brauchen Twitter, Facebook, Google Plus, Linked-In, Xing, Flickr und the whole Blogsphere!”, meint die Hausagentur. “Klingt gut!”, meint die Marketingabteilung und lehnt sich zurück, denn der Druck von “oben” ist nun weg. Auch Peter Radzek, der PR-Spezialist und Inhaber der Hausagentur ist mit sich rund um zufrieden. Wie gut das er sich in der Mittagspause mit den neuen FH Studenten unterhalten hat, die eine Duale Ausbildung in der Werbeagentur vollziehen. Die sind in Facebook und haben doch neulich die Facebook Fanseite der FH gezeigt. Und seine Tochter ist ja auch in Facebook. Vielleicht sollte er selbst auch ein Facebook Profil anlegen, damit er Freundschaftsanträge an Frau Müller und Herrn Bollmann senden kann. Gute Idee, denkt er sich und schreibt eine Notiz in sein iPhone: “Tochter fragen – Profil Erstellung in Facebook.” Hat die Agentur eigentlich einen Twitter Channel? Ach ja, das Ding in dem niemand so richtig schreiben will:  25 Follower. “Wie stellen Sie sich das vor und zu welcher Strategie Raten Sie Herr Radzek?”, frägt Frau Müller und holt sich noch einen Kaffee. “Ja, Frau Müller – ich glaube wir sollten da mit Facebook anfangen.”, mein Radzek. Er schaut dann rüber zu Maik Heuberger, der diesen Blick als Signal wertet. “Wie schon Herr Radzek vorgeschlagen hat, müssen wir mit Facebook anfangen. Wir bauen auf der Basis Ihres CD´s eine Facebook Fanpage.”, klärt Heuberger die Zuhörer auf. “Oh Prima! Können wir da nicht sowas mit Flash machen, so was Interaktives? So ein Applek oder so?”, meint Frau Müller ganz begeistert. “Sie meinen eine Facebook Application? Ja, sicher – kein Problem für uns. Und da kann man doch viele tolle Sachen damit machen. Die Leute werden begeistert sein und die Application im Freundesnetzwerk verteilen. Das wird so Super!”, stimmt Radzek in das Trio ein. “Ja, genau! Und wir brauchen ein Blog! Ein Blog ist wichtig! Ganz wichtig!”, meint Bollmann. “Da haben sie Recht Herr Bollmann, das Rückrat eines jeden guten Social Media Marketings ist ein Blog. Können wir gerne für Sie machen.”, meint Peter Radzek. In der Zwischenzeit hat Radzek erkannt, dass dieses Meeting seinen Traum von einem Porsche Boxter näher rücken lässt. “Klasse Idee, Frau Müller! Und dann werden wir alles miteinander vernetzten. Das wird richtig geil!”, meint Radzek. “Aber Herr Radzek – geil?”, kontert Frau Müller mit gespieltem Unterton. Alle Lachen und finden das Meeting sehr entspannend und produktiv. “Wer schreibt eigentlich in unserem Blog?”, frägt Herr Bollmann. “Da müssen doch sicherlich gute Artikel geschrieben werden, damit die Leute informiert werden.” “Mensch Bollmann, denken sie doch nicht immer so kontraproduktiv. Sie müssen vernetzter denken. Wir nehmen dazu die alten Presseartikel. Damit machen wir unseren Grundaufbau.”, belehrt Müller. “Haben Sie keine Praktikanten?”, frägt Radzek. “Wieso fragen Sie Herr Radzek? Doch haben wir auch.”, meint Bollmann und blickt tief in die Kaffeetasse. “Na, da wird schon einer dabei sein, der die Artikel für Sie schreiben kann.”, klärt Radzek auf und lächelt Frau Müller an. “Genau Bollmann, Herr Radzek hat Recht. Eine gute Idee!”, stimmt Müller zu. “Dann machen wir das so. Sie senden uns ein Angebot Herr Radzek?”, frägt Frau Müller. “Ja, sehr gerne Frau Müller.”, meint Radzek beim Verlassen des Konferenzraums.

Mission accomplished – Ende gut alles ist gut
Fünf Wochen später ist ein Twitter Channel, eine Facebook Seite und das neue Blog online. Müller und Bollmann haben nun auch ein Xing Profil und fast täglich neue Einladungen zu Fortbildungskursen und Onlineseminare. Auch Schimpel und Schröder sind zufrieden. Die neue Facebook Seite steht nun auch auf den neu gestalteten Visitenkarten der Geschäftsführer. Schon oft sind diese von ihren Kollegen auf das kleine “f” angesprochen worden. Viele wollen jetzt auch ganz Web 2.0 sein. Die beiden Geschäftsführer sind in ihrem Golfclub jetzt ganz in und können viel positives über das Web 2.0 berichten. Dadurch haben Sie neue Geschäfte abgeschlossen und konnten interessierte Kunden gewinnen. In der nächsten Ausgabe der IHK ist ein Bild zu sehen, mit Schimpel und Schröder und ihren Visitenkarten – Überschrift: “Schimpel und Schröder sind Web 2.0″. Peter Radzek besucht jetzt öfters mit seinem neuen Auto Frau Müller um nach den Xing Fortbildungsseminaren das Thema Web 2.0 zu vertiefen.

Eplilog mit F
Social Media Marketing und Erfolg kann natürlich auch so definiert werden. Wenn Sie Social Media durch Ihre Agentur genau so kennen, machen Sie etwas falsch. Ein “F” auf der Visitenkarte bedeutet nicht neue Kunden oder einen größeren Bekanntheitsgrad. Starten Sie mit einer Social Media Analyse, die Ihnen einen Überblick über Ihre eigene Aufstellung und Ihrer Mitbewerber verschafft. Wir können ihnen sagen, wie das Web über Ihre Mitbewerber, Produkte oder Kampagnen denkt. Wir ermitteln Influencer, Sentiments (Stimmungen) und schaffen auf dieser Basis eine nachhaltige Strategie. Nur wenn Sie wissen, wo Ihre Kunden sich befinden, was diese interessiert und was nicht – können Sie erfolgreich im Web 2.0 sein. Fast 90% aller Kampagnen sind wie stochern im Nebel, ohne das Kommunikationsziel überhaupt zu erreichen. Wir sind für Sie da und freuen uns über Ihre Anfrage.

Mrz 02

Werbeagentur sind eigentlich für Kreativität bekannt und manche für keine
Im November des Jahres 2010 demonstrierten viele Menschen gegen die Castor Transporte, mit edelen Zielen. Leider gab es unter den Castor-Demonstranten eine spezielle Gruppe, die irgendwie nicht ganz ins Bild passte. Diese enthüllte vor den verblüfften Castor-Demonstranten ein Banner mit der Aufschrift: “Stoppt teure Transporte! Mietet Van&Truck von Sixt!”. Whow, war das kreativ – so kreativ, daß viele Web 2.0 Experten, darunter auch Felix Holzapfel (Verfasser von Facebook – Marketing unter Freunden) sich schon in einem Interview fragen mussten: “War das wirklich gutes Viral-Marketing?” Nein, mit Sicherheit nicht – denn es hat den schalen Geschmack von “Hauptsache auffallen – egal wie peinlich die Aktion ist”. Viele haben sich gefragt: “Sind die sich eigentlich für nichts mehr zu schade? Ist es ehrenvoller als Klavierspieler in einem Bordell zu arbeiten als in einer Werbeagentur?”

Logisch das die Aktion auch in der Blog-Sphere für einige Beiträge sorgte. Besonders interessant war der Beitrag der  Blog Rebellen, die diese Aktion nicht für “gut” befunden hatten. In jedem Falle aber hatte es die Werbeagentur geschafft ihren Kunden “Sixt” mit einer niveaulosen Aktion in die Medien zu bekommen – Glückwunsch oder wie es einer der Kommentatoren in den Blogs verfasste: “Gute virale Werbung ist etwas anderes…”.

Für jeden Topf gibt es den passenden Deckel
Vor einigen Monaten geisterte ein “Viral-Video” durch das Internet, welches auf das neue Angebot der BILD auf dem iPad aufmerksam machen sollte. Auch diesmal hatte es den viralen Effekt verfehlt, denn die Mehrheit redete nicht darüber. Es hatte schnell den Titel: “Dittsche — Die geheime Folge mit BILD-Chef Kai Diekmann” erhalten, wobei geheim bei ca. 80.000 Views weit unter den möglichen Reichweiten eines guten VM´s zu sehen ist. Davon mal abgesehen: Eine Zeitschrift wie der Stern, Focus, Capital, IX, Chip oder Spiegel auf den iPad – kein Problem, aber die Leser der BILD Zeitung? Überschriften wie: „Gute Journalisten erklären digitalen Müll“: Bild-App kommt auf das iPad – waren die harmlosesten. Ebenso haben wir uns gefragt, wie es die BILD schaffen würde, gewisse “nackte Tatsachen” durch die Zensur von Apple zu bekommen, die bekanntermaßen sehr konservativ solchen “Aufmachern” gegenübersteht.

Wenn wir schon im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten sind und bei den Medien, können wir auch hier gewisse Trends feststellen: Medien die nicht neutral sind – sondern Position beziehen, also offen für eine Seite Partei ergreifen. Auch die BILD schwimmt nun auf dieser Schiene, in der eine Zeitung nicht neutral ist – sondern “Stellung” bezieht – auch politisch. Das Ergebniss ist ein Bashing, also der direkte Schlagabtausch zwischen den Zeitungen. So wundert es auch nicht, dass der Spiegel in einer Ausgabe die Bild als “Brandstifter” bezeichnet. Bereits jetzt sind die ersten kritischen Beiträge zu diesem Artikel im Netz. Eines ist klar, das Image ist angeschlagen und muß in der Öffentlichkeit neu aufpoliert werden. So wurde die Werbeagentur JVM beauftragt, das Image der BILD zu verbessern. Die Idee: Man nehme prominente Zeitgeister, frage diese nach Ihrer Meinung. Die BILD darf im Anschluss und nach Spende eines Obolusses den entsprechenden Artikel als Werbeanzeige unter dem Slogan: “Bild Dir Deine Meinung!” nutzen.

Als erstes haben wir wieder das Problem der Zielgruppe und damit der Leser. Nicht jeder liest die BILD oder will sich vor den PR-Karren spannen lassen. Also dachte sich die Agentur: “Hey, wir fragen die Band – Wir sind Helden! Die sind populär, haben das gewisse Image und würden so prima in die Kampagne passen!”. Offensichtlich kennt bei JVM niemand die Songs “Denkmal”, “Die Reklamation” oder gar “Guten Tag” – und dies erklärt vermutlich einiges. Wer kam auf die Idee, dass sich die Band für eine Image-Kampagne der Bild einsetzen würde? Die Reaktion blieb  auf die Anfrage der Werbeagentur nicht aus.

Judith Holofernes, die Leadsängerin von ”Wir sind Helden” richtete einen offenen Brief an die Werbeagentur – der ebenso auf der Homepage der Band veröffentlicht wurde.

Hier der ein Auszug aus dem Inhalt:

DIE ANT­WORT

Liebe Wer­be­agen­tur Jung von Matt,

bzgl. Eurer An­fra­ge, ob wir bei der ak­tu­el­len Bild -​Kam­pa­gne mit­ma­chen wol­len:

Ich glaub, es hackt.

Die lau­fen­de Pla­kat -​Ak­ti­on der Bild -​Zei­tung mit so­ge­nann­ten Testi­mo­ni­als, also ir­gend­wel­chem kom­men­tie­ren­dem Ge­seie­re (Auch kri­ti­schem! Hört, hört!) von so­ge­nann­ten Pro­mi­nen­ten (auch Kri­ti­schen! Oho!) ist das Per­fi­des­te, was mir seit lan­ger Zeit un­ter­ge­kom­men ist. Will hei­ßen: nach Euren Maß­stä­ben si­cher eine ge­lun­ge­ne Ak­ti­on.

Sel­ten hat eine Wer­be­kam­pa­gne so ge­schickt mit der Dumm­heit auf allen Sei­ten ge­spielt.

[...]

Die BILD -​Zei­tung ist kein au­gen­zwin­kernd zu be­trach­ten­des Trash -​Kul­tur­gut und kein harm­lo­ses “Guil­ty Plea­su­re” für wohl­fri­sier­te Auf­stre­ber, keine wit­zi­ge so­zia­le Re­fe­renz und kein Li­fes­tyle -​Zi­tat. Und schon gar nicht ist die Bild -​Zei­tung das, als was ihr sie ver­kau­fen wollt: Hass­ge­lieb­tes, aber wei­test­ge­hend harm­lo­ses In­ven­tar eines ei­gent­lich viel schlaue­ren Deutsch­lands.

Die Bild­zei­tung ist ein ge­fähr­li­ches po­li­ti­sches In­stru­ment – nicht nur ein stark ver­grö­ßern­des Fern­rohr in den Ab­grund, son­dern ein bös­ar­ti­ges Wesen, das Deutsch­land nicht be­schreibt, son­dern macht. Mit einer Agen­da.

In der Ge­fahr, dass ich mich wie­der­ho­le: ich glaub es hackt.

Mit höf­li­chen Grü­ßen,
Ju­dith Ho­lo­fer­nes

Was für ein geiler Brief – ohne Umwege an die Werbeagentur JVM und die Bild! Aber wie beinahe schon zu erwarten war – die Rechnung wurde ohne den Wirt gemacht. Dieser Wirt hat eine eigene Vorstellung von Kampagnen, die wir bereits  aus der Castor-Werbekampagne kennen: Keine Ethik, auffallen um jeden Preis und eher peinlich – zwischen Client und Agentur stimmt die Chemie.

Der Brief von Judith Holofernes wird nun als ganzseitige Werbeanzeige in einer großen Tageszeitung verwendet, was nicht die Intention der Band gewesen sein dürfte. Gute Werbung und vor allem virale funktioniert anders: Innovativ, Lustig oder anspruchsvoll. Ein gutes Beispiel für virales Marketing oder Guerilla Marketing ist der “Todesstern auf schwäbisch”. Mit 3.000.000 aufrufen hat er jede Schallmauer im Bereich der Aufrufe und den Medien durchbrochen und ist bekannter als das Video der Bild.

Wenn die Katze von der Maus gefressen wird…
Übrigens, mal davon abgesehen passt die Anfrage von JVM und die Reaktion von “Wir sind Helden” wunderbar in eine eigene virale Kampagne, die das Image der Band unterstreicht und mit dem Zusammenbruch des Fanseitenservers ihr Ziel erreicht hat. Die Frage ist: Wer ist die Katze und wer ist die Maus? Hat die Maus die Katze gefressen? Wir glauben schon ;-)

Aug 18

Das Agenturnetzwerk wächst weiter
Die Werbeagentur Dreamland setzt seit 2004 auf ein kooperatives Agenturnetzwerk aus verschiedenen Partneragenturen in unterschiedlichen Bereichen der Werbung. Durch dynamische Strukturen können wir nicht nur alle Bereiche der Werbung abdecken, sondern hohe Qualität und Know How bieten. Auch im Bereich Social Media Marketing, welcher ständig weiter wächst, haben wir eine neue Partneragentur aus Holland für unser Netzwerk gewinnen können.

Werbeagenturen und Social Media
Der Bereich Social Media ist für viele Werbeagenturen noch ein Bereich, in dem Erfahrung gesammelt werden muß. Im Gegensatz zur klassischen Werbung, begibt sich der Werbetreibende auf Augenhöhe mit den Kunden. Die Kommunikationsregeln sprengen komplett das klassische Sender und Empfänger Prinzip und erwarten eine Duale Kommunikation die aufrecht erhalten werden muß, um virale Effekte und eine Identifikation mit dem Produkt oder der Werbebotschaft zu erreichen. Hierbei ist Strategie und Kreativität gefragt. Nicht jedes Web 2.0 Werkzeug ist das Richtige um eine Markenbotschaft zu vermitteln. Schnell kann man sich auch in vielen Applikationen “verlaufen”, so das die Kommunikation zwischen Zielgruppe und Werbetreibenden unter geht.

Jun 17

Die blonden Mädels mit dem knappen Outfitt
Die wohl schönste Werbung in Sachen Fußballweltmeisterschaft wurde nun durch den Verband der FIFA verboten – wegen Schleichwerbung. Eine Werbeagentur einer niederländischen Brauerei hatte die geniale Idee, einige wohl proportionierte niederländische Mädels als sexy Werbebotschafter einzusetzen. In ihren knappen Outfitts leisteten diese eine wohl so überzeugende Werbearbeit, daß die Zuschauer wohl mehr die hübschen weiblichen Fans betrachteten als das Spiel der südafrikanischen Elf.

Verhaftet wegen Schleichwerbung
Schönes ist eben leider auch vergänglich – wie schon die Dichter wussten. So wurden die die Mädels von den Ordnungskräften des Weltfußballverbandes verhaftet und nach Presseangaben bis zu 3 Stunden verhört. Einige der Mädels haben diese Prozedur lt. Pressemedlungen nur “schwer” verkraftet. Die Niederländerinnen sollen für diese Guerilla Marketing Aktion bestens trainiert worden sein, lt. einem Sprecher der FIFA. Es sei “unverantwortlich”  eine entsprechende Aktion mit Zitat: “unschuldigen, jungen Mädchen” durchgeführt zu haben.

Der Fifa Mediendirektor Cicolas Maingot bestätigte, daß die Angelegenheit nun von der Justiz untersucht würde. Nach neusten Erkenntnissen wurden zwei der “Drahtzieherinnen” von der Polizei verhaftet, die die Mädchen “angeheuert” haben. Diesen droht nun eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten. Die niederländische Botschaft bezeichnete die Festnahme der zwei Frauen als “unangemessen und nicht korrekt”.

Werbeagentur: Mission accomplished!
Da nun “die ganze Welt” über den Vorfall mit den jungen Damen spricht sowie über  das Vorgehen der FIFA (die scheinbar ein Monopol auf die Farbe “Orange” besitzt), ist die Brauerei bekannt geworden und hat die Symphatien auf ihrer Seite. Natürlich geht es um die Wahrung der Rechte des offiziellen Sponsors die US-Biermarke Budweiser die alleine für diesen Bereich autorisiert ist, doch ist das Vorgehen gegen diese Form des Pirate Marketings zu hart gewesen.

Randbemerkung:

Schade, daß die Damen als Augenweide nicht mehr vorhanden sind. Beim Spiel der Südafrikanischen Fußballmannschaft und dem penetranten Lärm durch die Vuvuzela Tröten war dies eine willkommene Abwechslung. Übrigens, wussten Sie eigentlich das die Vuvuzelas in früheren Zeiten eingesetzt wurden, um einen angreifenden Feind in Angst und Schrecken zu versetzen?

Mrz 17

Twitter und Web 2.0
Wenn man Tools & Communitys im Bereich Web 2.0 aufzählt, so darf ein Name auf keinen Fall fehlen Twitter. Auch wenn manchmal der Sinn von Twitter hinterfragt werden muss, so wird das Tool fleisig von vielen Internetusern verwendet. Die wenigsten davon nutzen Twitter ernsthaft für den Bereich Kommunikaton sondern als Marketingwerkzeug. Wo User sind, dort sind auch die Werber unterwegs und bei Twitter sind es hauptsächlich SPAMBots, die den Usern das Leben schwer machen.

Businessplan und Web 2.0
Wenn ein Entwickler eine tolle Idee hat, ist der Businessplan etwas – das erst später gemacht wird. Und an genau diesem Modell scheitern viele interessante Projekte. Die Kurznachrichtendienst Twitter ist hier keine Ausnahme. Zwar wurde schon versucht den Weg der Werbeanzeigen zu gehen, jedoch nur mit geringem Erfolg. Nun hat sich Twitter-Cheff Evan Williams etwas neues überlegt, was die Kuh vom Eis holen soll.

Wir wollen Geld verdienen mit viralem Marketing
Potzblitz, was waren wir überrascht, als Twitter-Chef Evan Williams  die Bühne im Austin Convention Center betreten hatte und verkündete, es gibt nun ein Geschäftsmodell. Man nehme zum Start einige der “Big Shots” wie YouTube, Bing, Ebay, die “New York Times”, Yahoo! und Amazon und bietet den Usern der Präsenzen einen integrierten Twitterdienst. Dieser Twitterdienst ist einfach einzubinden und wird die entsprechenden Präsenzen um Twitter erweitern. Doch wie genau sieht nun das Geschäftsmodell aus? Es liegt auf den Schultern der User.

Diese können dann Infos über die neusten Videos (Youtube) oder ihre persönlichen Kauferlebnisse und Endeckungen (Amazon) via Kurznachrichtendienst im Netz weiterverbreiten. Meldungen wie “Gerd25: Hey, iPhone Zubehör jetzt um 30% reduziert auf Amazon!” oder “Neustes Skandalvideo von Max Mustermann” tragen sicher zur Steigerung der Qualität des Dienstes bei.

Schöne neue Twitter Welt
Für Werbeagenturen ist es nichts neues, in Twitter via Seeding Infos zu spreaden. Alte Ideen in neuem Gewändern? Es scheint wohl so zu sein, denn alle Beteiligten finden zwar die Idee gut, aber niemand weiß, welche Kaufanreize damit geschaffen werden sollen. Eines dürfte jedoch nach der Umsetzung sicher sein. Die Qualität in Twitter wird weiter sinken und es wird weiter viele neue Dienste geben, die ambitionierte Twitter User von diesen Tweets befreien.


Mrz 04

Werbung kann manchmal peinlich sein und Frau Hilton ist mittendrin (wie immer)
Paris wurde für eine Bierwerbung von einer Werbeagentur in Brasilien engagiert. Alleine diese Aussage ist ein Wiederspruch in sich selbst, denn warum sollte Frau Hilton als Millionen Erbin Werbung machen müssen? Nun, das Image von Paris, so wie wir sie alle kennen – ist kein Zufall und sehr genau durchdacht. Hinter Paris steht ebenfalls eine Agentur, die ganz gezielt entsprechende “Fettnäpfchen” ausstellt – um aus Paris eine Marke zu generieren. Wir müssen uns schon über die Kollegen wundern, die wieder entsetzt über Frau Hilton schreiben oder diese sogar als “hole Nuss” bezeichnen. Sorry, aber ihr habt einfach nicht den Masterplan verstanden, der Blond ist und mit einer Mischung aus Sex, Dummheit und Reichtum das Interesse auf sich zieht. Gratulation – es funktioniert (noch immer).

Schauen wir uns mal einige Highlights von Paris an…

•    Paris Hilton beim “Oben ohne” PC Training
•    Paris Hiltons peinlichste Sauf-Party Videos
•    Paris Hilton beim Kiffen in Amsterdam
•    Paris erste “Schauspiel-Versuche” – Oben ohne…
•    Ein Bad mit Paris Hilton…
•    Im Bett mit Paris Hilton…
•    Paris Hilton steigt aus einem Auto und zeigt uns mehr…
•    Paris macht mit Ihrem Exfreund rum…
•    Paris Hilton peinliches Privatleben…
•    Paris Hiltons bekloppte Freunde…
•    etc.

Nun regt sich die Welt über ein Bier-Werbespot auf und wieder mal hat es die überflüssigste Blondine in dieser Galaxie geschafft, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Selbst Imperator Zurg aus dem Planetensystem Quasar Bubbelgeuze – der dem gefräßigem Plapper Käfer von Traal jeden Samstag einen kompletten Knabenchor aus der Nachbargalaxie zum Fraß vorschmeisst, besitzt nicht diese Aufmerksamkeit in den Medien.
Wenn wir wirklich wissen wollen, was hinter Paris steckt, so sollten wir die Enzyklopedia Galaktika befragen, jenes Helferlein für galaktische Reisende oder Anhalter. Das ist dann auch gleich für diese Woche unser Buchtipp: Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis (Buchtipp von Dreamland, bitte merken und lesen – bildet ungemein!)

Und dieser sagt uns;
Paris Hilten (vorgonischer Vertipper) Hilton, eine auf Kohlenstoff und Silikonimplantate basierende Lebensform aus der Milchstrasse, Sol System, Planet Erde – Selbstvermarktungswunder.

Die Lebensform Hilon wurde als das ursprüngliche Null Device von Deep Thought entwickelt, wurde aber durch G.W. Bush ersetzt im Rahmen eines planetarischen Updates der Erde auf Version 1.3 Beta. (Universe Reload Patch)

Bravo, Paris – wir lieben Dich! Du bist ein echtes Selbstvermarktungswunder in Blond.

Ein Bad mit Paris Hilton Teil 1 – 3
Feb 18

Das Internet – erfreut sich zunehmender Beliebtheit
Die Userzahlen im Internet sind weiter steigend. Immer weiter löst das Medium die heilige Dreifaltigkeit der klassichen Medien (TV, Radio und Zeitungen) ab. Man erfasst und konsumiert Information dann, wenn man gerade Zeit hat. Hierzu braucht man keine spezielle Technik, ausser einen handelsüblichen PC mit Internetanschluß. Immer mehr Portale bieten Sendungen und Serien aus dem TV auch im Internet an. Ist mal eine Sendung verpasst, so kann man diese auch bequem in Netz nochmals anschauen. Und wenn man möchte, geht dies auch bequem Unterwegs mit einem entsprechenden Handy, PDA oder Netbook.

Werbung wohin das Auge sieht
Viele Portale finanzieren ihre Leistungen für den User durch Werbung, die zufällig oder ganz nach dem Benutzerprofil eingeblendet wird. So prognostiziert der Online-Vermarkterkreis (OVK) in seinem Online-Report 2010/01 für die Internet-Werbung Bruttoeinnahmen von 4,6 Milliarden Euro im Jahr 2010. Auch im Vorjahr 2009 war ein Anstieg der Werbeeinnahmen um 12 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zu verzeichnen. Ein weiterer interessanter Bereich ist die Vermarktung in den Suchmaschinen durch SEM (Suchmaschinen Marketing) oder SEO. Um entsprechende Besucherzahlen zu erhalten, müssen auch Unternehmen, Portale und Dienstleister Werbung im Internet schalten.

Vorsicht ist geboten – die Deutschen mögen keine personalisierte Werbung
Personalisierte Online-Werbung stößt bei der Mehrheit der Internet-Nutzer auf Ablehnung. Nach einer Umfrage, in der 120.000 Internetnutzer befragt wurden, gaben 52% der Nutzer an, dass diesen personalisierte Werbung auffällt. Jeder zweite Nutzer lehnt jedoch diese Werbeform ab, da auf Seiten der Benutzer große Bedenken im Bereich des Datenschutzes bestehen. Besonders kritisch stehen ältere Internetbenutzer entsprechender Werbung gegenüber. Personalisierte Onlinewerbung wird eine Gratwanderung zwischen Akzeptanz und Reaktanz bleiben, in der die Werbeagentur gefordert ist, die diese einsetzt.

Das Internet rückt bis Ende 2010 Platz Zwei auf
Die Zeitungen werden bis Ende 2010 durch das Internet auf Platz Drei verdrängt werden. Deutlich wird diese Entwicklung in den Verkaufszahlen, die weiter rückläufig sind. Neue Produkte wie das Apple iPad kurbeln diesen Trend an, werden sogar von den Verlagen als “Rettungsanker” gesehen – um das Interesse der Benutzer auf deren Onlineangebote zu lenken. Auch das Fernsehen selbst muss umstellen. Vorbei sind die Zeiten, in denen sinnfreier Brei mit Zwangswerbung  für den Betrachter gesendet wurde. Durch das Medium Intenet wird der Betrachter zum Regiseur. Dieser bestimmt wann und welche Sendungen er anschauen möchte. Eine neue Lösung aus den USA soll sogar die Gewohnheiten und Präferenzen der Zuschauer selbst erlernen. So findet diese selbstständig aus der Auswahl an Informationen, die Sendungen, die den Betrachter tatsächlich interessieren könnten.

Feb 12

Werbeagentur zum goldenen Hirschen - abgeschossen wegen Betrugsverdacht
Wer kennt sie nicht, die Kreativagentur aus Hamburg, welche  den Fußball-Bund, die Supermarktkette Real, Europcar, Cebit und auch die Gründen in den Bundestagswahlen betreut: Die goldenen Hirschen. Bekannt in der Agenturbranche, selbstbewusst in der Selbstdarstellung. Eine Agentur, die mal so eben den einen oder anderen Award auf den Schrank stellt, der dort neben anderen  “verstaubt” (Zitat). Und nun die große Überraschung: Betrugsverdacht. Versuchte die Werbeagentur einen Award für illegale und kreative Wege für Mehreinnahmen zu generien? Zumindest hat es die Agentur geschafft neue Clients für sich zu gewinnen: Die Hamburger Staatsanwaltschaft – eine neuer Stern auf der Clientliste. Diese hatte gestern Mittag einen Überraschungsbesuch in der Werbeagentur abgestattet und die Büros der Agentur auf den Kopf gestellt. Der Verdacht: Unrechtmäßiges beziehen von Kurzarbeitergeld von der Bundesanstalt für Arbeit.

Die goldenen Hirschen und Kurzarbeitergeld?

Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld (Kug) wird gewährt, wenn in Betrieben oder Betriebsabteilungen die regelmäßige betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit infolge wirtschaftlicher Ursachen oder eines unabwendbaren Ereignisses vorübergehend verkürzt wird. Die Voraussetzungen der §§ 169 bis 182 Sozialgesetzbuch 3 (SGB III) müssen dabei erfüllt sein. Geht es der renomierten Werbeagentur so schlecht, die nach den Kreativrankings in Deutschland auf Platz 2 der Agenturlisten steht? Wie kann das sein bei diesen Clients und Budgets? Jammern auf hohem Niveau oder einfach nur der Versuch, in der Masse der Profiteure der Krise mitzuschwimmen, flasche Angaben zu machen und den Steuerzahler zur Kasse zu bitten? Es scheint wohl so, dass es die Hamburger Staatsanwaltschaft ähnlich sieht und begründete Verdachtsmomente vorliegen, die eine Hausdurchsuchung und Razia rechtfertigen.

Volle Auftragsbücher, Kurzarbeitergeld und möglicherweise Gehälter gekürzt – stimmt das?
Bereits im Mai 2009 sollen die Agentur Cheffs Klaus S. und Marcel L. Anträge für 30 Mitarbeiter auf Zuschuss von Kurzarbeitergeld gestellt haben, obwohl diese Mitarbeiter Überstunden machten und die Auftragsbücher der Agentur voll waren. Es bleibt im Unklaren ob sogar die Gehälter der Mitarbeiter für diese “kreativen Wege” der Gewinnmaximierung mit der Begründung auf Kurzarbeit gekürzt wurden. Sicher ist jedenfalls das es für solche Methoden keine Awards gibt . Die Anzeige und der Tipp an die Bundesanstalt für Arbeit erfolgte anonym. Weniger anonym verließen Polizei und Staatsanwälte, bepackt mit Datenträgern und Computern die Agentur.

Martin Blach, Chef der inzwischen auch in Berlin, Köln, Dubai und New York ansässigen Agenturgruppe, hat die Durchsuchung gegenüber dem Branchendienst “Horizont” bestätigt: “Es ist richtig, dass es in unserer Hamburger Agentur eine Datensicherung durch die Staatsanwaltschaft gegeben hat”, sagte er. Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers zu den Ermittlungen: “Wir werden jetzt die sichergestellten Unterlagen und Datenträger ansehen. Dann sehen wir, ob sich der Anfangsverdacht bewahrheitet oder sich die Anschuldigungen als falsch herausstellen.”

Schadensbegrenzung, unschuldig oder doch Betrug – das Image ist angeschlagen
Was bleibt sind viele Fragezeichen und ein angeschlagenes Image in der Öffentlichkeit. Stehen politisch Gründe hinter der Anzeige? Es bleiben viele Fragen offen. Eines ist jedoch sicher: Sollten die Inhaber der Agentur tatsächlich unschuldig sein, was man nur hoffen kann – so wäre es trotzdem ein großer wirtschaftlicher Schaden. Es bleibt also abzuwarten, welche Ergenisse die Staatsanwaltschaft aus den sichergestellten Unterlagen und Daten zieht.

Quellenverweis:
Hamburger Abendblatt vom 12. Februar 2010: Razzia in Werbeagentur – Betrug mit Kurzarbeitergeld?

Jan 31

Ob Krise oder nicht – Singlebörsen versprechen im Internet immer gute Umsatzzahlen für die Betreiber, besonders dann wenn es sich um Randgruppen handelt. Jedoch brauchen auch Singlebörsen gute Werbung und clevere Werbeagenturen, die das Produkt in der Zielgruppe an den Mann bringen. An den Mann denkt auch die amerikanische Singlebörse für homosexuelle User www.mancrunch.com und wolle ihren Werbespot zum Superbowl ausstrahlen lassen, in dem sich zwei Männer küssen.

Der Super Bowl ist das Finale der US-amerikanischen American-Football-Profiliga National Football League (NFL). Der Super Bowl ist weltweit eines der größten Einzelsportereignisse und erreicht in den Vereinigten Staaten regelmäßig die höchsten TV-Einschaltquoten des Jahres.

Die amerikanische CBS lehnte die Sendung des Werbespots ab, obwohl (Branchenunüblich) die Betreiber von mancrunch.com die Zahlung eines Barvorschusses angeboten hatten.

Die Betreiber von ManCrunch.com sind der Überzeugung, dass der Werbespot auf Grund seines Inhalts von liberalen Quellen abgelehnt wurde. Sie sind sehr enttäuscht darüber, dass sie auch 2010 noch so stark diskriminiert werden.

Sie sind sehr enttäuscht darüber, dass sie auch 2010 noch so stark diskriminiert werden.

Jan 30

Das Bundesheer Dein Freund und Helfer
Vor kurzer Zeit veröffentlichte das Bundesheer in Österreich einen Spot, der für neue Rektruten werben sollte – aber wohl nicht ganz “politisch korrekt” war. Auf Veranlassung des österreichischen Verteidigungsministers Norbert Darabos hat das Bundesheer den Werbespot nun wieder von der Website entfernen müssen.

Die Geschichte des Spots ist schnell erzählt:
Ein kahl geschorener Kerl sitzt in einem Sportflitzer um den sich vier junge, attraktive Frauen versammelt haben. Vermutlich sind nach Marketingumfragen kahlgeschorene Herren mit poliertem Sportflitzer für Fauen aus Österreich besonders attarktiv. Woher die Daten kommen – wir wissen es nicht. Auf jeden Fall fährt im Anschluss ein Panzer vor, aus dem ein Soldat des Bundesheers aussteigt. Mit seiner Hand fährt er über das “Geschütz” des Panzers (Anführungszeichen sind jetzt Absicht) und frägt die Damen, ob diese eine “Spritztour” machen möchten. Okay, okay… über diesen Spot würde sich Sigmund Freud, Salvadore Dali (Gala – The Tiger) mit Sicherheit freuen, denn so viel Methapher und ungesagte Aussagen, lassen jeden Sportflitzer, Glatze oder  Löwenfell (Siehe Caveman) verblassen.

Am Schluß des Spots erscheint die Aussage: “Das österreichische Bundesheer bietet einmalige Chancen für die Jugend ab 18. Alles andere ist Alltag.”

Wie peinlich ist das denn?
“Einmalige Chancen für die Jugend ab 18. Alles andere ist Alltag.” Das Ansehen des Bundesheers steht mit einer solchem Spot ganz klar auf dem Spiel. Hierbei handelt es sich nicht um ein “Produkt” sondern um eine “Marke” die Werte verkörpert für die Menschen in Österreich. Werte sind in unserer Gesellschaft sehr wichtig und besonders für Soldaten. Sexistische Werbespots haben hier keinen Platz und sind unter dem Niveau der Truppe. Als Agentur muss man bei einem Kunden wie dem Bundesheer mehr politisches Feingefühl in den Topf Werfen, das kann man erwarten.

Aber, der Spot wurde einfach falsch verstanden! Wir klären auf!
Eigentlich sollte der Spot für Zocker Nerds geschaltet werden, die Vertonung war nur falsch. Es sollte mit dem Klischee der langweiligen Nerds aufgeräumt werden. Die Storry ist packend und schnell erzählt. Die meisten Mädels stehen nicht auf Typen, die die meiste Zeit vor dem Rechner zubringen und Americas Army, Armed Assault, Operation Flashpoint, Counter Strike, Call of Duty – Modern Warfare 2, Battle Zone 2 und ähnliche Taktikshooter spielen. Also haben diese Ihre Jungs vor dem Rechner sitzen lassen und kamen auf die Idee mit Vorstadt Kalle in seiner Zauberkutsche eine Runde zu drehen. Im letzten Moment, in dem Vorstadt Kalle seine finsteren Pläne verwirklichen kann, taucht aus dem Nebel ein Schützenpanzer auf (Hintergrundmusik: Richard Wagner Ritt der Walküre) Die Nerds überraschen die Mädels mit dem Schützenpanzer des Bundesheers, den diese freundlicherweise ihrem Gameclan ausgeliehen haben. Total begeistert über so viel Kreativität und die verlockende Aussicht auf ein interessantes Picknick im Grünen, verlassen diese fluchtartig Vorstadt Kalle – der einsehen muss, das Nerds auch Ideen haben können.

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