Archiv der Kategorie Werbung

Mrz 02

Werbeagentur sind eigentlich für Kreativität bekannt und manche für keine
Im November des Jahres 2010 demonstrierten viele Menschen gegen die Castor Transporte, mit edelen Zielen. Leider gab es unter den Castor-Demonstranten eine spezielle Gruppe, die irgendwie nicht ganz ins Bild passte. Diese enthüllte vor den verblüfften Castor-Demonstranten ein Banner mit der Aufschrift: “Stoppt teure Transporte! Mietet Van&Truck von Sixt!”. Whow, war das kreativ – so kreativ, daß viele Web 2.0 Experten, darunter auch Felix Holzapfel (Verfasser von Facebook – Marketing unter Freunden) sich schon in einem Interview fragen mussten: “War das wirklich gutes Viral-Marketing?” Nein, mit Sicherheit nicht – denn es hat den schalen Geschmack von “Hauptsache auffallen – egal wie peinlich die Aktion ist”. Viele haben sich gefragt: “Sind die sich eigentlich für nichts mehr zu schade? Ist es ehrenvoller als Klavierspieler in einem Bordell zu arbeiten als in einer Werbeagentur?”

Logisch das die Aktion auch in der Blog-Sphere für einige Beiträge sorgte. Besonders interessant war der Beitrag der  Blog Rebellen, die diese Aktion nicht für “gut” befunden hatten. In jedem Falle aber hatte es die Werbeagentur geschafft ihren Kunden “Sixt” mit einer niveaulosen Aktion in die Medien zu bekommen – Glückwunsch oder wie es einer der Kommentatoren in den Blogs verfasste: “Gute virale Werbung ist etwas anderes…”.

Für jeden Topf gibt es den passenden Deckel
Vor einigen Monaten geisterte ein “Viral-Video” durch das Internet, welches auf das neue Angebot der BILD auf dem iPad aufmerksam machen sollte. Auch diesmal hatte es den viralen Effekt verfehlt, denn die Mehrheit redete nicht darüber. Es hatte schnell den Titel: “Dittsche — Die geheime Folge mit BILD-Chef Kai Diekmann” erhalten, wobei geheim bei ca. 80.000 Views weit unter den möglichen Reichweiten eines guten VM´s zu sehen ist. Davon mal abgesehen: Eine Zeitschrift wie der Stern, Focus, Capital, IX, Chip oder Spiegel auf den iPad – kein Problem, aber die Leser der BILD Zeitung? Überschriften wie: „Gute Journalisten erklären digitalen Müll“: Bild-App kommt auf das iPad – waren die harmlosesten. Ebenso haben wir uns gefragt, wie es die BILD schaffen würde, gewisse “nackte Tatsachen” durch die Zensur von Apple zu bekommen, die bekanntermaßen sehr konservativ solchen “Aufmachern” gegenübersteht.

Wenn wir schon im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten sind und bei den Medien, können wir auch hier gewisse Trends feststellen: Medien die nicht neutral sind – sondern Position beziehen, also offen für eine Seite Partei ergreifen. Auch die BILD schwimmt nun auf dieser Schiene, in der eine Zeitung nicht neutral ist – sondern “Stellung” bezieht – auch politisch. Das Ergebniss ist ein Bashing, also der direkte Schlagabtausch zwischen den Zeitungen. So wundert es auch nicht, dass der Spiegel in einer Ausgabe die Bild als “Brandstifter” bezeichnet. Bereits jetzt sind die ersten kritischen Beiträge zu diesem Artikel im Netz. Eines ist klar, das Image ist angeschlagen und muß in der Öffentlichkeit neu aufpoliert werden. So wurde die Werbeagentur JVM beauftragt, das Image der BILD zu verbessern. Die Idee: Man nehme prominente Zeitgeister, frage diese nach Ihrer Meinung. Die BILD darf im Anschluss und nach Spende eines Obolusses den entsprechenden Artikel als Werbeanzeige unter dem Slogan: “Bild Dir Deine Meinung!” nutzen.

Als erstes haben wir wieder das Problem der Zielgruppe und damit der Leser. Nicht jeder liest die BILD oder will sich vor den PR-Karren spannen lassen. Also dachte sich die Agentur: “Hey, wir fragen die Band – Wir sind Helden! Die sind populär, haben das gewisse Image und würden so prima in die Kampagne passen!”. Offensichtlich kennt bei JVM niemand die Songs “Denkmal”, “Die Reklamation” oder gar “Guten Tag” – und dies erklärt vermutlich einiges. Wer kam auf die Idee, dass sich die Band für eine Image-Kampagne der Bild einsetzen würde? Die Reaktion blieb  auf die Anfrage der Werbeagentur nicht aus.

Judith Holofernes, die Leadsängerin von ”Wir sind Helden” richtete einen offenen Brief an die Werbeagentur – der ebenso auf der Homepage der Band veröffentlicht wurde.

Hier der ein Auszug aus dem Inhalt:

DIE ANT­WORT

Liebe Wer­be­agen­tur Jung von Matt,

bzgl. Eurer An­fra­ge, ob wir bei der ak­tu­el­len Bild -​Kam­pa­gne mit­ma­chen wol­len:

Ich glaub, es hackt.

Die lau­fen­de Pla­kat -​Ak­ti­on der Bild -​Zei­tung mit so­ge­nann­ten Testi­mo­ni­als, also ir­gend­wel­chem kom­men­tie­ren­dem Ge­seie­re (Auch kri­ti­schem! Hört, hört!) von so­ge­nann­ten Pro­mi­nen­ten (auch Kri­ti­schen! Oho!) ist das Per­fi­des­te, was mir seit lan­ger Zeit un­ter­ge­kom­men ist. Will hei­ßen: nach Euren Maß­stä­ben si­cher eine ge­lun­ge­ne Ak­ti­on.

Sel­ten hat eine Wer­be­kam­pa­gne so ge­schickt mit der Dumm­heit auf allen Sei­ten ge­spielt.

[...]

Die BILD -​Zei­tung ist kein au­gen­zwin­kernd zu be­trach­ten­des Trash -​Kul­tur­gut und kein harm­lo­ses “Guil­ty Plea­su­re” für wohl­fri­sier­te Auf­stre­ber, keine wit­zi­ge so­zia­le Re­fe­renz und kein Li­fes­tyle -​Zi­tat. Und schon gar nicht ist die Bild -​Zei­tung das, als was ihr sie ver­kau­fen wollt: Hass­ge­lieb­tes, aber wei­test­ge­hend harm­lo­ses In­ven­tar eines ei­gent­lich viel schlaue­ren Deutsch­lands.

Die Bild­zei­tung ist ein ge­fähr­li­ches po­li­ti­sches In­stru­ment – nicht nur ein stark ver­grö­ßern­des Fern­rohr in den Ab­grund, son­dern ein bös­ar­ti­ges Wesen, das Deutsch­land nicht be­schreibt, son­dern macht. Mit einer Agen­da.

In der Ge­fahr, dass ich mich wie­der­ho­le: ich glaub es hackt.

Mit höf­li­chen Grü­ßen,
Ju­dith Ho­lo­fer­nes

Was für ein geiler Brief – ohne Umwege an die Werbeagentur JVM und die Bild! Aber wie beinahe schon zu erwarten war – die Rechnung wurde ohne den Wirt gemacht. Dieser Wirt hat eine eigene Vorstellung von Kampagnen, die wir bereits  aus der Castor-Werbekampagne kennen: Keine Ethik, auffallen um jeden Preis und eher peinlich – zwischen Client und Agentur stimmt die Chemie.

Der Brief von Judith Holofernes wird nun als ganzseitige Werbeanzeige in einer großen Tageszeitung verwendet, was nicht die Intention der Band gewesen sein dürfte. Gute Werbung und vor allem virale funktioniert anders: Innovativ, Lustig oder anspruchsvoll. Ein gutes Beispiel für virales Marketing oder Guerilla Marketing ist der “Todesstern auf schwäbisch”. Mit 3.000.000 aufrufen hat er jede Schallmauer im Bereich der Aufrufe und den Medien durchbrochen und ist bekannter als das Video der Bild.

Wenn die Katze von der Maus gefressen wird…
Übrigens, mal davon abgesehen passt die Anfrage von JVM und die Reaktion von “Wir sind Helden” wunderbar in eine eigene virale Kampagne, die das Image der Band unterstreicht und mit dem Zusammenbruch des Fanseitenservers ihr Ziel erreicht hat. Die Frage ist: Wer ist die Katze und wer ist die Maus? Hat die Maus die Katze gefressen? Wir glauben schon ;-)

Feb 18

Das Internet – erfreut sich zunehmender Beliebtheit
Die Userzahlen im Internet sind weiter steigend. Immer weiter löst das Medium die heilige Dreifaltigkeit der klassichen Medien (TV, Radio und Zeitungen) ab. Man erfasst und konsumiert Information dann, wenn man gerade Zeit hat. Hierzu braucht man keine spezielle Technik, ausser einen handelsüblichen PC mit Internetanschluß. Immer mehr Portale bieten Sendungen und Serien aus dem TV auch im Internet an. Ist mal eine Sendung verpasst, so kann man diese auch bequem in Netz nochmals anschauen. Und wenn man möchte, geht dies auch bequem Unterwegs mit einem entsprechenden Handy, PDA oder Netbook.

Werbung wohin das Auge sieht
Viele Portale finanzieren ihre Leistungen für den User durch Werbung, die zufällig oder ganz nach dem Benutzerprofil eingeblendet wird. So prognostiziert der Online-Vermarkterkreis (OVK) in seinem Online-Report 2010/01 für die Internet-Werbung Bruttoeinnahmen von 4,6 Milliarden Euro im Jahr 2010. Auch im Vorjahr 2009 war ein Anstieg der Werbeeinnahmen um 12 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zu verzeichnen. Ein weiterer interessanter Bereich ist die Vermarktung in den Suchmaschinen durch SEM (Suchmaschinen Marketing) oder SEO. Um entsprechende Besucherzahlen zu erhalten, müssen auch Unternehmen, Portale und Dienstleister Werbung im Internet schalten.

Vorsicht ist geboten – die Deutschen mögen keine personalisierte Werbung
Personalisierte Online-Werbung stößt bei der Mehrheit der Internet-Nutzer auf Ablehnung. Nach einer Umfrage, in der 120.000 Internetnutzer befragt wurden, gaben 52% der Nutzer an, dass diesen personalisierte Werbung auffällt. Jeder zweite Nutzer lehnt jedoch diese Werbeform ab, da auf Seiten der Benutzer große Bedenken im Bereich des Datenschutzes bestehen. Besonders kritisch stehen ältere Internetbenutzer entsprechender Werbung gegenüber. Personalisierte Onlinewerbung wird eine Gratwanderung zwischen Akzeptanz und Reaktanz bleiben, in der die Werbeagentur gefordert ist, die diese einsetzt.

Das Internet rückt bis Ende 2010 Platz Zwei auf
Die Zeitungen werden bis Ende 2010 durch das Internet auf Platz Drei verdrängt werden. Deutlich wird diese Entwicklung in den Verkaufszahlen, die weiter rückläufig sind. Neue Produkte wie das Apple iPad kurbeln diesen Trend an, werden sogar von den Verlagen als “Rettungsanker” gesehen – um das Interesse der Benutzer auf deren Onlineangebote zu lenken. Auch das Fernsehen selbst muss umstellen. Vorbei sind die Zeiten, in denen sinnfreier Brei mit Zwangswerbung  für den Betrachter gesendet wurde. Durch das Medium Intenet wird der Betrachter zum Regiseur. Dieser bestimmt wann und welche Sendungen er anschauen möchte. Eine neue Lösung aus den USA soll sogar die Gewohnheiten und Präferenzen der Zuschauer selbst erlernen. So findet diese selbstständig aus der Auswahl an Informationen, die Sendungen, die den Betrachter tatsächlich interessieren könnten.

Jan 31

Ob Krise oder nicht – Singlebörsen versprechen im Internet immer gute Umsatzzahlen für die Betreiber, besonders dann wenn es sich um Randgruppen handelt. Jedoch brauchen auch Singlebörsen gute Werbung und clevere Werbeagenturen, die das Produkt in der Zielgruppe an den Mann bringen. An den Mann denkt auch die amerikanische Singlebörse für homosexuelle User www.mancrunch.com und wolle ihren Werbespot zum Superbowl ausstrahlen lassen, in dem sich zwei Männer küssen.

Der Super Bowl ist das Finale der US-amerikanischen American-Football-Profiliga National Football League (NFL). Der Super Bowl ist weltweit eines der größten Einzelsportereignisse und erreicht in den Vereinigten Staaten regelmäßig die höchsten TV-Einschaltquoten des Jahres.

Die amerikanische CBS lehnte die Sendung des Werbespots ab, obwohl (Branchenunüblich) die Betreiber von mancrunch.com die Zahlung eines Barvorschusses angeboten hatten.

Die Betreiber von ManCrunch.com sind der Überzeugung, dass der Werbespot auf Grund seines Inhalts von liberalen Quellen abgelehnt wurde. Sie sind sehr enttäuscht darüber, dass sie auch 2010 noch so stark diskriminiert werden.

Sie sind sehr enttäuscht darüber, dass sie auch 2010 noch so stark diskriminiert werden.

Jan 30

Das Bundesheer Dein Freund und Helfer
Vor kurzer Zeit veröffentlichte das Bundesheer in Österreich einen Spot, der für neue Rektruten werben sollte – aber wohl nicht ganz “politisch korrekt” war. Auf Veranlassung des österreichischen Verteidigungsministers Norbert Darabos hat das Bundesheer den Werbespot nun wieder von der Website entfernen müssen.

Die Geschichte des Spots ist schnell erzählt:
Ein kahl geschorener Kerl sitzt in einem Sportflitzer um den sich vier junge, attraktive Frauen versammelt haben. Vermutlich sind nach Marketingumfragen kahlgeschorene Herren mit poliertem Sportflitzer für Fauen aus Österreich besonders attarktiv. Woher die Daten kommen – wir wissen es nicht. Auf jeden Fall fährt im Anschluss ein Panzer vor, aus dem ein Soldat des Bundesheers aussteigt. Mit seiner Hand fährt er über das “Geschütz” des Panzers (Anführungszeichen sind jetzt Absicht) und frägt die Damen, ob diese eine “Spritztour” machen möchten. Okay, okay… über diesen Spot würde sich Sigmund Freud, Salvadore Dali (Gala – The Tiger) mit Sicherheit freuen, denn so viel Methapher und ungesagte Aussagen, lassen jeden Sportflitzer, Glatze oder  Löwenfell (Siehe Caveman) verblassen.

Am Schluß des Spots erscheint die Aussage: “Das österreichische Bundesheer bietet einmalige Chancen für die Jugend ab 18. Alles andere ist Alltag.”

Wie peinlich ist das denn?
“Einmalige Chancen für die Jugend ab 18. Alles andere ist Alltag.” Das Ansehen des Bundesheers steht mit einer solchem Spot ganz klar auf dem Spiel. Hierbei handelt es sich nicht um ein “Produkt” sondern um eine “Marke” die Werte verkörpert für die Menschen in Österreich. Werte sind in unserer Gesellschaft sehr wichtig und besonders für Soldaten. Sexistische Werbespots haben hier keinen Platz und sind unter dem Niveau der Truppe. Als Agentur muss man bei einem Kunden wie dem Bundesheer mehr politisches Feingefühl in den Topf Werfen, das kann man erwarten.

Aber, der Spot wurde einfach falsch verstanden! Wir klären auf!
Eigentlich sollte der Spot für Zocker Nerds geschaltet werden, die Vertonung war nur falsch. Es sollte mit dem Klischee der langweiligen Nerds aufgeräumt werden. Die Storry ist packend und schnell erzählt. Die meisten Mädels stehen nicht auf Typen, die die meiste Zeit vor dem Rechner zubringen und Americas Army, Armed Assault, Operation Flashpoint, Counter Strike, Call of Duty – Modern Warfare 2, Battle Zone 2 und ähnliche Taktikshooter spielen. Also haben diese Ihre Jungs vor dem Rechner sitzen lassen und kamen auf die Idee mit Vorstadt Kalle in seiner Zauberkutsche eine Runde zu drehen. Im letzten Moment, in dem Vorstadt Kalle seine finsteren Pläne verwirklichen kann, taucht aus dem Nebel ein Schützenpanzer auf (Hintergrundmusik: Richard Wagner Ritt der Walküre) Die Nerds überraschen die Mädels mit dem Schützenpanzer des Bundesheers, den diese freundlicherweise ihrem Gameclan ausgeliehen haben. Total begeistert über so viel Kreativität und die verlockende Aussicht auf ein interessantes Picknick im Grünen, verlassen diese fluchtartig Vorstadt Kalle – der einsehen muss, das Nerds auch Ideen haben können.

Okt 12

Die Blogger – eine wichtige Instanz und Spezies des Internets die geschützt werden muss
Eine wichtige Spezies die das WEB 2.0 hervorgebracht hat, sind die Blogger. Wenn Sie jetzt an Jim Hendson und den Creature Shop denken, sind Sie nicht ganz richtig. Bei dieser besonders schützenswerten Spezies handelt es sich nämlich um ganz normale Mit(user)bürger, die in ihren digitalen Tagebüchern über vollkommen unterschiedliche Themen aus Wirtschaft, Politik, Soziales oder Technik berichten. Die Blogger sind im Netz eine sehr wichtige Institution der freien Meinungsbildung. Auch Ihre Aktionen sind in der Zwischenzeit legendär geworden und füllen mittlerweile auch die Seiten der klassischen Presse.

Blogger die sich für Geld anbieten
Wie mit allen Menschen die einen öffentlichen Bekanntheitsgrad erreichen, werden diese früher oder später auch von kommerziellen Vertretern aus Industrie und Werbung angesprochen, um Werbung für ein Produkt oder eine bestimmte Sache zu machen. So gibt es auch Blogs, die gezielte Artikel gegen Geld für einen bekannten oder unbekannten Auftraggeber schreiben. Auch gibt es in der Zwischenzeit Unternehmen, die solchen Bloggern anbieten, ihr Blog für einen bestimmten Betrag zu prostituieren. Solche Blogs werden in der Blogger Szene gemieden und auch Google starft diese Blogs ab durch Rankingverlusst. Doch das Geschäft geht munter weiter, zu den Lasten der Leser dieser Blogs, die kaum erkennen können ob der Artikel die ehrliche Meinung des Autors ist – oder ein gekauftes Statement. Nun soll endlich Schluss mit dieser Form des Marketings sein – und wir von Dreamland begrüßen dies sehr.

Der Leser ist der Dumme
Die Zeche des PR Artikels, der in der “Ich” Form durch den Blogbetreiber verfasst wurde, zahlt der Leser des Blogs. Diesem wird “Schleichwerbung” als Eigenmeinung verkauft. Diese Form des Internet Marketing hat nichts mit guter Werbung im Internet zu tun und schon gar nicht mit der Arbeit professioneller Agenturen. Meistens sind es Unternehmen, die die Arbeit der kreativen Köpfe nicht schätzen und auch nicht vor Plagiaten der Konzepte zurückschrecken. Um diesem Treiben ein Ende zu bereiten, ist noch dieses Jahr eine Netiquette geplant, die auf einem Verhaltensindex basiert und ganz neue Möglichkeiten öffnet. Möglichkeiten, die den Auftraggebern und Auftragnehmern nicht unbedingt gefallen werden…

Schleichwerbung an den öffentlichen Pranger
Nach bisherigen Plänen wird das unter anderem von Alexander Güttler, Präsident der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA), erarbeitete Regelwerk bis zum Jahreswechsel stehen. Neben Bloggern soll es dann auch für PR-Agenturen, soziale Netzwerke und Unternehmen gelten. Ziel sei ‘eine Standesorganisation, die den Finger in die Wunde legt und negative Fälle mithilfe der Medien öffentlich macht’, so Güttler in der Wirtschaftswoche.

Spitze Steine, stumpfe Steine, runde Steine
Dies alles erinnert uns irgendwie an die berühmte Szene aus “Das Leben des Brian”, in dem eine öffentliche Steinigung stattfindet. Wo soll das alles noch hinführen? Es gibt sicherlich auch andere Lösungen, bei denen den Protagonisten diese Form der Aufmerksamkeit erspart bleibt. Nun, wie uns schon Brian lehrt – sowas, kann auch ganz böse nach hinten los gehen.

Mai 26

Virales Web 2.0 Marketing will verstanden sein
Ein bekannte Telefongesellschaft gibt einen Spot für die üblichen Verdächtigen der One-Way-Kommunikation in Auftrag. Die Zielgruppe ist die Generation Internet – in den Köpfen der Strategien Leute ab Jahrgang 80. Wie peinlich ein solcher Spot werden kann, wenn man mit rudimentärem Wissen über ein Medium arbeitet – sieht man an der wohlverdienten Kritik und Hähme des Netzes.

Die Protagonisten

  • Pseydo Parkour / Free Runner die von Hochhäuser hüpfen und sich selbst dabei filmen
  • Leute die mit einen Technikspielzeug irgendwelche “coolen” Dinge tun und dämlich grinzen
  • Eine Mutter die in einem Flog die neuen Artikel des Mobilfunkanbieters als toll und cool anpreist
  • Ein Sympathieträger und “Internetspezialist” der vor 10 Jahren vermutlich nicht wusste wie das Wort Internet buchstabiert wird

Kann man tatsächlich so – pardon – “dämlich” sein und an eine solche Kampagne glauben?

Ja es gibt sie noch tatsächlich – die Leute die der Meinung sind, das junge, kreative Leute die vom Dach eines Hochhauses hüpfen, sich selbst fotografieren mit einem “Web 2.0 Handy” – die Blogsphere darstellen. Nein, es kommt noch besser. Es soll sogar Werber geben, die der Meinung sind, das Leute mit einem Irokesenschnitt die vom Internet so viel Ahnung haben wie ein Stück Brot von Quantenmechanik, das “Netz” darstellen. Eigenwerber in Sachen Internet, die sich gegen Internetsperren stark machen und gleichzeitig für ein Unternehmen werben, welches sich mit von der Leyen auf das kooperative Filtern geeinigt hatte.

Frage: Vielleicht sollten diese Leute erst mal den “Internet Führerschein” machen, bevor diese eine Werbekampagnen streuen.

Nov 05

Der neue „PACIFICOkalender 2008“-Taschenkalender präsentiert sich in einem neon-orangen Outfit und enthält ein Bildteil welcher sich dem Thema Wasser widmet.

Die aus einem typografischen Blickwinkel betrachteten Elemente werden auf Doppelseiten zu vollkommenen Aussagen komplettiert.

Taschenkalender Pacifico

Wöchentlich erhält man mit einem neuen Duplex Druck Inspiration beim morgendlichen Kaffee und wird dazu angeregt sich schmunzelnd und auch intellektuell durch die Weltgeschichte zu bewegen.

Das Kunstwerk für die Sinne ist in Staffelpreisen erhältlich und kostet einzeln 9,50€. Mehr zum wässrigen und Alltags erleichternden Miniplaner gibt es bei Pacifico Grafik.

Dreamland / Marc Renninger

Okt 28

Süße Werbung

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Versuchen Sie es doch mal mit etwas süßem!
Laut dem Gesamtverband der Werbeartikel Wirtschaft e.V. eignen sich angesichts einer sich rasch verändernden Welt besonders Werbemittel, die immer schwieriger zu definierenden “Konsumententypen” der Verbraucher zielgerichtet anzusprechen.

Ein erfrischendes und gleichzeitig süßes Werbemittel hat nun das Unternehmen Süße Werbung aus “Hernpözheim” auf den Weg gebracht, welches auch durch unseren Werbemittelverkauf vertrieben wird: Fruchtgummi Eisbärchen. Der sympathische Werbebotschafter überzeuge, so der Hersteller, nicht nur durch seinen Inhalt, die köstlich-frisch schmeckenden Eisbärchen, sondern auch durch die Verpackung. So lässt sich die gesamte Verpackungsfläche individuell und ganz nach den Wünschen des Kunden gestalten und damit die Werbung optimieren.

Anfragen direkt an:

Johannes Tiemann – Dreamland (Sales) (07329-9181-13)