Tipps der Marketingprofis für Kickstarter Kampagnen

Venture Capital ist nicht immer notwendig
Nicht nur über Venture Kapital lässt sich eine Idee verwirklichen, sondern ebenso über Crowdfunding. So zählt Kickstarter & Co. zu den etablierten Finanzierungsmöglichkeiten ohne große Umwege durch langfristige Prüfungen der Venture Capital Investoren. 

Tipps direkt von der Werbeagentur

Das Venture Kapital, ein langer Weg mit vielen Hürden. Ich selbst, der Autor hat viele Jahre lang Firmen der New Economy für Venture Kapital Unternehmen bewertet. Ein wesentlicher Knackpunkt oder wenn Sie auch wollen, das K.O. Kriterium für Venture Kapital ist der Businessplan. Denn im Wesentlichen interessiert die Investoren nur ein Punkt: Wie können wir beim Einsatz unseres Kapitals Geld mit dem Produkt verdienen? Und Sie dürfen versichert sein, dieser Punkt entscheidet über Hopp oder Top. Doch ein Wandel ist eingetreten: Kickstarter und andere Crowdfunding Angebote. Hier läuft das Spiel in eine andere Richtung. Menschen, als Baker bezeichnet investieren privat Kapital, doch nur dann, wenn diese von Ihrem Produkt überzeugt sind.  Doch wie schafft man es, ein entsprechendes Kapital innerhalb von wenigen Tagen oder gar Stunden zu sammeln? Wie die Zielgruppe erreichen, die die eigene Idee gut finden, bereit sind in diese zu investieren? Neben einem klaren Zeit- und Kostenplan ist die Kommunikation mit den Bakern (Unterstützer des Projekts in Kickstarter) und den Medien zentral. Denn ohne Medien, finden sich auch keine Backer, die im Projekt Interesse zeigen könnten. Sollte man eine Werbeagentur mit dem Marketing beauftragen? Wir zeugen Euch, worauf ihr achten solltet, wenn Ihr ein Projekt auf Kickstarter startet.

Kommunikation ist der zentrale Bestandteil

Erfolgreiches Crowdfunding kommt ohne Kommunikation mit Backer-Fragen, Distributions- und PR-Anfragen, sowie Kommentare nicht aus. Hier sollte es ein Support Team geben, welches sich in erster Linie um diese Form der Kommunikation kümmert, da transparenz eines entsprechenden Projektes ebenso eine tragende Rolle spielt. Ferner hat Kickstarter auch seine „dunklen Seiten“ und hier leben die Trolle. Ja, das ist leider so und Trolle sind Menschen, die Euer Projekt überhaupt nicht besonders gut finden oder sich schlicht weg einfach nur langweilen. Diese schreiben dann entsprechende Kommentare, die das Projekt anschwärzen. Keine Angst, das ist normal und gehört zum Geschäft dazu. Hier empfehlen wir Euch, cool und souverän zu bleiben und den Troll nicht weiter zu füttern.

Das Interesse der Medien wecken

In diesem Schritt sollte man sich klarmachen, welche Medien das Kickstarter-Projekt unterstützen werden. Es ist wichtig, sich eine Channel-Map zu generieren, in der die Spread Channels (Blogs, Twitter, Facebook) gelistet sind mit den entsprechenden Influencer, übersetzt als Werbeagentur Talk, Menschen die andere Menschen durch Posts und Artikel beeinflussen können. Ja, ganz recht – Ihr seit bei kleinem Budget extrem auf gute Blogs, Twitter und Facebook angewiesen und noch spezieller auf Influencer, also Jemand der sich einen Ruf und damit ein Publikum erarbeitet hat. Das Erreichen des Publikums ist das implizierte Ziel über den Influencer. Als kleinen Tipp, denn Tools wie Radian 6 liegen nicht im Budget, versucht ein paar Social Media Monitoring Tools in Google zu finden. Unter der Eingabe des Keywords, kann man so die Blogs finden oder Influencer die zu Eurem Topic die größte Reichweite haben.  Ebenso sollten im Kommerziellen Bereich der Medien, auch Tageszeitungen berücksichtigt werden. Oftmals findet sich ein interessierter Redakteur, welcher über einen Tweet oder Post in einem Blog auf das Kickstarter-Projekt stößt. Ferner sollte man sich nicht davor fürchten, einen Blogger oder einen Journalisten direkt anzuschreiben, auch wenn man diesen noch nicht persönlich kennt. In jedem Fall sollte die Ansprache keinen „Vertreter-Karakter“ verkörpern, sondern dem Empfänger klar machen, warum man gerade dieser Blog oder das Journal besonders interessant für den Artikel wäre.

 

Dinge die man aus Sicht der Werbung beachten sollte

Folgende Dinge sollte man bei seiner Werbung um sein Kick-Starter Projekt vermeiden:

  • Keine Pressemitteilungen
    Blogger ignorieren oft Pressemitteilungen, da diese zu kommerziell sind.
  • Keine Massen-Mails
    Eine gute Idee benötigt keine Massenmails. Es sollte vermieden werden, Bloggern und Journalisten den Eindruck zu vermitteln, es handele sich um ein billiges Produkt.
  • Pitchen – aber richtig
    Beim Pitchen unterscheidet man den High-Concept-Pitch, den Elevator Pitch und das Pitch Deck. Für die Ansprache via Email, ist der High-Concept-Pitch gut, sollte allerdings noch ausgeführt werden. Hier wird das Wesentliche auf ein oder zwei Sätze zusammengedampft. Für den Redakteur oder den Blogger ist es so einfacher zu verstehen, um was es geht und ob es sich lohnt, darüber zu berichten. Bei der Einladung in die Redaktion, ist der Elevator Pitch nicht das probate Mittel, sondern das Pitch Deck. Hier sollte man die wesentlichen Punkte auf ca. 15 Minuten limitieren.
  • Twitter als Channel für Blogger
    Hat man sich schon mit dem High-Concept-Pitch befasst, so kann man das wesentliche in einer Kurzen Nachricht auch via Twitter an den Blogger bringen. Hierbei lohnt es sich natürlich, gleich in der Schublade passend, einige Bilder zu haben, die das Projekt, die Gründer oder die Funktionsweise beschreiben.
  • YouTube als Chance
    Videos erstellen will gekonnt sein und bei allen Tipps, ist es hier besser, sich die Hilfe von Profis zu holen. Diese verstehen es, die Idee und das Konzept so aufzubereiten, dass das Video gleich bei Kickstarter mit eingebunden werden kann und gleichzeitig in YouTube als Spread Verbreitung findet.

Hat man es nun geschafft, alle Regeln zu befolgen, die gesamte PR vorbereitet, kann es nun endlich los gehen und zwar BEVOR das Projekt live ist. Klar ist auch, das Crowdfunding nicht zu 100% planbar ist und immer der Faktor „Zufall“ eine große Rolle spielt.

Will man wirklich sicher gehen, kommt man nicht umhin, sich vielleicht doch, bei einer Werbeagentur beraten zu lassen, damit Dinge wie YouTube, Pressematerial und Spread (viral) mit ein wenig Unterstützung erfolgreich sind.